OBERÖSTERREICH

Zwei Alpineinsätze am Krippenstein

Bezirk Gmunden

Rettung mittels Taubergung durch "Libelle Oberösterreich":

Am 13. Februar 2018 um 15:15 Uhr versank eine 16-Jährige aus Bayern im Beisein ihrer insgesamt fünfköpfigen Familie in der Freeride Arena Krippenstein – Variante "Angeralm", auf ca. 1500 Meter - mit ihrem Snowboard im Tiefschnee und blieb stecken.
Beim Versuch sich mit dem angeschnallten Snowboard aus dem Tiefschnee zu winden verdrehte sie sich unglücklicher Weise beide Knie und konnte nicht mehr selbstständig abfahren. Aus diesem Grunde setzte ihre Stiefmutter einen Notruf ab.
Die Rettung wurde durch den auf Grund eines anderen Einsatzes zufälliger Weise noch anwesenden Exekutivhubschrauber "Libelle Oberösterreich" mittels Taubergung durchgeführt. Die 16-Jährige benötigte vor Ort im Tal keinen Rettungsdienst.
Die gesamte Familie befand sich trotz Lawinenwarnstufe 3 ohne Lawinenausrüstung im freien Schiraum.

Blindeinsatz Lawine ohne Verschüttung:

Am 13. Februar 2018 um 13:40 Uhr fuhren die beiden Freunde, ein 34-Jähriger aus Pasching und ein 27-Jähriger aus Eberstalzell in der Freeride Arena Krippenstein die Variante "Schönberg" ab.
Als die beiden nordöstlich des sog. "Däumelkogel" abfuhren bemerkten sie, wie aus diesem Bereich eine Lawine, vermutlich ausgelöst durch einen sog. "Wechtenbruch", abging.
Beide Freerider hielten an, umgingen den Lawinenkegel im flachen Bereich, fuhren noch ein Stück weiter ab, hielten erneut an und sahen nach, ob sie Einfahrtsspuren in den Lawinenkegel wahrnehmen können.
Da dies nicht der Fall war, ihre eigenen Spuren anfangs jedoch in Richtung des Lawinenkegels ausgerichtet waren, setzten sie einen Notruf ab, um nachträgliche Einsätze auszuschließen.
Dennoch wurde aus Sicherheitsgründen seitens der RLZ ein Lawineneinsatz ausgelöst, weshalb zwei Mitglieder des BRD Obertraun zum Lawinenkegel geflogen wurden und weitere Mitglieder mehrerer BRD Ortsstellen standen auf Abruf bereit.
Der angegebene als auch zwei weitere Lawinenkegel wurden durch die beiden BRD-Mitglieder abgesucht bzw. kontrolliert.
Glücklicherweise konnte per 14:35 Uhr bekannt gegeben werden, dass keine Signale von Verschütteten aufgenommen werden konnten, weshalb der Einsatz um 15:36 Uhr unfallfrei beendet werden konnte.
Die beiden Freerider waren für den freien Schiraum entsprechend ausgerüstet und setzten ihre Abfahrt selbständig fort.
Hinsichtlich des Schneebrettes wird angeführt, dass am 13.Febraur 2018 durch den Lawinenwarndienst OÖ die Lawinenwarnstufe 3 "erheblich" (vor allem für die Expositionen NW-SO, Lawinenproblem "Triebschnee") ausgegeben wurde.
Mittels "Libelle Oberösterreich" wurde der Lawinenkegel angeflogen.
Das Schneebrett hat eine Mächtigkeit von ca. 30 cm Anrisshöhe, ca. 60-70 Meter Breite und ca. 100 Meter Länge.


Presseaussendung
vom 13.02.2018, 19:22 Uhr

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