Presseaussendung der Polizei Kärnten
Am 23. Mai 2026 um 19:00 Uhr verständigte eine 59-jährige Frau aus Niederösterreich, dass ihr Mann, 58, nach einer Wanderung im Bereich Poludniger Alm, Bezirk Hermagor, nicht wie vereinbart am Treffpunkt Egger Alm zurückgekehrt war. Da er auch telefonisch nicht erreicht werden konnte und Umfelderhebungen der Polizei keinen Hinweis auf den Verbleib des Mannes ergaben, wurde um 19:30 Uhr eine Suchtaktion eingeleitet. Im Sucheinsatz standen zwei Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Klagenfurt, drei Mitglieder der Alpine Einsatzgruppe Hermagor, 12 Mitglieder der Bergrettung Hermagor und vier Hundeführer des österreichischen Bergrettungsdienstes. Um 02:52 Uhr konnte mittels technischer Hilfsgeräte des Polizeihubschraubers Libelle Flir eine Person regungslos unmittelbar nach der Grenze auf italienischem Staatsgebiet in einem Bachbett aufgefunden werden. Sofort begaben sich drei Mitglieder der alpinen Einsatzgruppe Hermagor, ausgehend von der Egger Alm, in das Grenzgebiet und verständigte auch die italienischen Einsatzkräfte. Durch die italienischen Behörden wurde der Notarzthubschrauber "Eli Friaul" alarmiert. Die drei Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe setzten sich von Österreich kommend, teilweise durch sehr ausgesetztes Gelände in Richtung der Unfallstelle in Italien zu Fuß ab. Gegen 04:30 Uhr konnte der abgängige Wanderer am Boden sitzend und stark unterkühlt in einem Bachbett vorgefunden werden. Dieser sei laut seinen Angaben gestern vom Weg auf den Poludnig abgekommen und durch eine steile Rinne abgestürzt. Durch die 3 Alpinisten wurden umgehend lebenserhaltenden Maßnahmen in Form von Wärmeerhalt getroffen. Durch den kurz später eintreffende NAH der "ELI Friaul" wurde der Verletzte weiter erstversorgt und stark unterkühlt in das Krankenhaus in Tarvis eingeliefert.
Erwähnenswert und hier anzuführen ist die ausgezeichnete grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.
Presseaussendung
vom 24.05.2026, 11:26 Uhr
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