WIEN

  • LPD
  • Berichte aus der LPD Wien

"...positive Einstellung zum Beruf..."

Foto


© LPD

Spaziert man am Meiselmarkt oder besucht an einem heißen Sommertag die „Wiener Wasserwelt“ im 15. Bezirk, kann es sein, dass man auf unseren Kollegen Nobert trifft.

Norbert ist bereits seit den 1980er Jahren in der Polizeiinspektion Wurmsergasse als Exekutivbeamter tätig und kennt schon Jahrzehnte "seinen" Rayon. Aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung war es nur logisch, 2017 mit Beginn des Projektes "GEMEINSAM.SICHER" des BMI die Rolle des GeSi-Beauftragten übernommen zu haben.

In dieser Position stellt er als Helfender die Verbindung zwischen Bevölkerung und Polizei her. "Die Fülle an herausfordernden Einsätzen, mit denen man heutzutage während dem Streifendienst konfrontiert ist, lässt es oft nicht mehr zu, sich intensiv mit einzelnen Problemen der Bevölkerung auseinanderzusetzen", meint Norbert. Als GeSi-Beauftragter, auch als "Grätzl-Polizist" bezeichnet, kann er da entgegenwirken.

"Bei kleineren und größeren Anliegen geht es mir darum, vertrauensbildende Maßnahmen zu setzen, von denen schließlich beide Seiten profitieren", bringt Norbert seine Rolle auf den Punkt. Der Kontakt zu öffentlichen Einrichtungen wie Wiener Wohnen und dem Psychosozialen Dienst ist ihm dabei wichtig, kann er doch dadurch in mancher Situation deeskalierend einwirken und Missverständnisse auflösen. Sein "Klientel" erwartet von ihm Hilfestellung. Das reicht von normalen Auskünften bis hin zu Interventionen bei Organisationen.

Oft ist er auch eine verlässliche Ansprechstelle für seine Kolleginnen und Kollegen bei diversen Amtshandlungen. "Du brauchst einen polizeilichen Erfahrungsschatz. Der ist hilfreich, weil du gewisse Situationen besser einschätzen kannst", sagt Norbert.

Norbert erledigt seinen Dienst innerhalb des Rayons zu Fuß und in Uniform. Er hält es für notwendig, Präsenz zu zeigen und von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen zu werden.

An einzelne spektakuläre Sachen als "Grätzl-Polizist" kann er sich nicht erinnern. "Es kommt eher auf die Summe an", sagt Norbert. Wobei er zugeben muss, dass die "Wertigkeit" von Amtshandlungen natürlich subjektiv ist und diese mit zunehmendem Alter anders betrachtet wird.

Als GeSi-Beauftragter geht es ihm auch darum, das Umfeld der jeweiligen Person kennenzulernen. Wenn es Problemstellungen gibt, die Person aber nicht antrifft, kann es auch hilfreich sein, mit den Nachbarinnen und Nachbarn zu reden. Man erfährt so relevante Informationen über die Umstände, die eine bessere Einschätzung ermöglichen. "Das wichtigste ist", betont Norbert, "das Gefühl zu vermitteln, dass sich eine Person mit Problemen angenommen fühlt. Selbst wenn in der Sache nichts erreicht werden kann, sind die Leute dankbar."
Warum Norbert damals in den 80er Jahren zur Polizei ging? "Um zu den Guten zu gehören."

So viel sich bei der Polizei durch den Einzug der Digitalisierung nicht nur beim Material und Ausrüstung geändert hat, so wenig hat sich eine wesentliche Grundvoraussetzung für den Polizeiberuf geändert. "Es gehört immer eine positive Geisteshaltung dazu, musst unvoreingenommen sein und dir beide Seiten anhören. Setz dich mit dem Polizeiberuf geistig auseinander und entwickle eine Einstellung", empfiehlt Norbert zukünftigen Kolleginnen und Kollegen.

Artikel Nr: 357793
vom Mittwoch,  07.April 2021,  10:56 Uhr.

Reaktionen bitte an die LPD Wien

BM.I – HEUTE


Nehammer: 10.000 Impfdosen für Polizei

Mit den weiteren Impfungen der Polizistinnen und Polizisten wird in der letzten Aprilwoche begonnen, sagt Innenminister Karl Nehammer.

© BMI/Jürgen Makowecz

Mit den weiteren Impfungen der Polizistinnen und Polizisten gegen das Corona-Virus werde doch in der letzten Aprilwoche begonnen, sagt Innenminister Karl Nehammer. Sie erfolge freiwillig und anonym, betont Präsidialchef und Impfkoordinator Karl Hutter.

VERANSTALTUNGEN


 

INTERNATIONALES & EU


Nehammer präsentiert EU-Vorhabensbericht

Innenminister Karl Nehammer präsentierte den EU-Vorhabensbericht 2021.

© BMI/Gerd Pachauer

Innenminister Karl Nehammer stellte am 16. März 2021 in der Sitzung des Ausschusses für innere Angelegenheiten im Parlament in Wien das Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission und des Rates für 2021 vor.


Logo Facebook  Logo Instagram  Logo Twitter  Logo YouTube

Grafik PolizeiApp