Klärung von Geldwäsche für Schlepperorganisation

Bezirk Urfahr-Umgebung / Bundeskriminalamt Wien

Dem Kriminaldienst des Bezirkspolizeikommandos Urfahr-Umgebung gelang in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt Wien ein bedeutender Ermittlungserfolg im Bereich der organisierten Schlepperkriminalität. Nach umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnte ein 25-jähriger syrischer Asylberechtigter mit Wohnsitz in Wien als mutmaßlicher Geldverwalter einer rund 30-köpfigen Schlepperorganisation ausgeforscht werden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte die durch Schleppungen illegal erwirtschafteten Gelder über das sogenannte Hawala-System verwaltet haben soll. Im Zuge der Ermittlungen konnte in Wien ein sogenanntes Hawala-Büro identifiziert werden. Hawala-Büros werden häufig über Restaurants, private Haushalte, Kleinbetriebe oder Mittelsmänner betrieben und stellen ein informelles, vertrauensbasiertes Überweisungs- und Zahlungssystem dar. Dieses hat seinen Ursprung im Vorderen und Mittleren Orient und ermöglicht Geldtransfers außerhalb des regulären Bankensystems. Die Geldflüsse erfolgen anonym und werden durch sogenannte Hawaladare abgewickelt. Das System funktioniert dabei so, dass nach einer Bareinzahlung ein Bestätigungscode an den Einzahler ausgegeben wird. Dieser wird an den Empfänger weitergeleitet, der mit diesem Code den entsprechenden Geldbetrag beispielsweise in der Türkei oder in Syrien bei einem anderen Hawala-Büro beheben kann. Der finanzielle Ausgleich zwischen den Hawaladaren erfolgt in weiterer Folge entweder durch gegenläufige Kundentransaktionen oder durch organisierte Bargeldtransporte mittels Kurierfahrern. Im Zuge einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des Beschuldigten in Wien konnten von den Ermittlern 7.200 Euro Bargeld sichergestellt werden. Der Beschuldigte bestritt im Ermittlungsverfahren den gegen ihn erhobenen Tatverdacht.

Mit Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien vom 23. Juni 2026 wurde der 25-Jährige wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit Schleppertätigkeiten rechtskräftig verurteilt.


Presseaussendung
vom 30.06.2026, 15:39 Uhr

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OeNB-Direktor Josef Meichenitsch, Innenminister Gerhard Karner und OeNB-Gouverneur Martin Kocher unterzeichneten am 8. Juni 2026 eine neue gemeinsame Sicherheitspartnerschaft

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Sicheres Bezahlen und Betrugsmaschen im Fokus: Ein Projekt zur generationenübergreifenden Bewusstseinsschaffung dient als erste Initiative der Sicherheitspartnerschaft.


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Innenminister Gerhard Karner traf am Rande der EU-Innenministerkonferenz in Luxemburg am 5. Juni 2026 seinen neuen ungarischen Amtskollegen Gábor Pósfai zu einem Arbeitsgespräch. Dabei wurden vor allem die gemeinsame Bekämpfung der Schleppermafia im Rahmen der "Operation Fox", aber auch die Zusammenarbeit beim Schutz der Außengrenzen besprochen.

Grafik Polizei Recruting

Alle Informationen zur Neuaufnahme befinden sich unter www.polizeikarriere.gv.at .