Bezirk Gmunden
Am späten Nachmittag des 27. Juli 2026 musste eine deutsche Urlauberfamilie mit dem Hubschrauber vom Krippenstein ins Tal gebracht werden. Die beiden 35-jährigen Eltern waren am Morgen mit ihren mit ihren drei und sechs Jahre alten Töchtern sowie ihrem achtjährigen Sohn mit der Krippensteinbahn bis zur Talstation des dritten Seilbahnabschnittes gefahren. Von dort starteten sie ihre Wanderung zur Simonyhütte. Da die Familie den zur Hütte führenden "Trägerweg" zunächst nicht fand, bewegte sie sich einige Zeit im Kreis, bevor sie schließlich die vorgesehene Abzweigung entdeckte. Der weitere Aufstieg über den hochalpinen Wanderweg gestaltete sich für die Familie anspruchsvoller und kräftezehrender, als erwartet. Zudem hatte sich die Familie eine Wetterprognose eingeholt, nach der sich das Wetter um die Mittagszeit hätte bessern sollen. Stattdessen senkte sich die Wolkendecke ab und es zogen teilweise kräftige Regenschauer mit starkem Wind durch. Trotz der mitgeführten Regenbekleidung verließen die Familie nach rund sieben Stunden Wanderung die Kräfte und sie verständigten gegen 16:30 Uhr den Hüttenwirt, welcher die Rettungskette in Gang setzte. Die beiden Mädchen zeigten bereits eindeutige Anzeichen einer Unterkühlung. Die fünfköpfige Familie wurde schließlich von zwei Rettungshubschrauber ins Tal gebracht.