Presseaussendung der Polizei Kärnten
Am 02.06.2026 gegen 12:30 Uhr wurde ein 74-jähriger Mann aus Klagenfurt von einer derzeit unbekannten Täterin am Festnetztelefon kontaktiert. Die weinende unbekannte Frau gab an, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. In dieser Stimme glaubte der 74-jährige eine vermeintliche Bekannte erkannt zu haben. Die vermeintliche Bekannte übergab dann das Telefon an eine angebliche Polizistin. Die falsche Polizistin forderte daraufhin € 137.000, - vom 74-jährigen als Kaution für ihre vermeintliche Bekannte. Weiters wurde die Handynummer des 74-jährigen verlangt, wo sich eine angebliche Staatsanwältin aus Deutschland meldete und angab, dass man mit € 40.000, - oder auch Gold und Schmuck zufrieden wäre. Der Mann fuhr daraufhin, wie verlangt, unter Zeitdruck, mit Schweigegelübde und mit den derzeit unbekannten Tätern am Handy zur Bank und wollte € 40.000, - beheben, was am Bankomaten jedoch nicht möglich war. Ein Bankmitarbeiter erkannte den Betrug und rief die Polizei wodurch der Betrugsversuch aufgeklärt werden konnte.
Es entstand dabei kein Schaden.
Aufgrund derzeit wieder vermehrt auftretender Betrugsanrufe mit falschen Polizisten ergeht neuerlich folgender Aufruf:
Wie kann ich mich schützen?
• Vorsicht bei unbekannten Anrufern!
• Bei Zweifeln an der Echtheit eines Anrufers, der angibt von der Polizei zu sein, können Sie sich unter der polizeilichen Servicenummer +43 59 133 zum angeblichen Polizisten verbinden lassen.
• Fragen Sie sich: Kann die Geschichte stimmen? Sprechen Sie sofort mit Verwandten oder Freunden! Sie können auch mit Ihrer nächstgelegenen Polizeiinspektion Kontakt aufnehmen und die Geschichte überprüfen lassen.
• Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis!
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Im Zweifel legen Sie lieber auf! Die Täter werden versuchen das Gespräch aufrechtzuhalten, damit Sie keinen klaren Gedanken fassen können.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
• Übergeben Sie niemals Geld oder Gold an Unbekannte!
• Fordern Sie von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis!
• Wenn Sie Zweifel an der Echtheit von zivilen Kriminalbeamten haben, verständigen Sie den Notruf unter 133.
• Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst!
• Sprechen Sie mit ihrer Familie über diese Kriminalitätsform.
• Vorsicht: Vor allem ältere Generationen sind von dieser Betrugsarten betroffen!
Was, wenn es mal passiert ist?
• Anzeige erstatten: Wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.
• Notieren Sie sich die Nummer der Anruferin oder des Anrufers
• Klären Sie auch Verwandte und Freunde über diese Betrugsform auf
• Sollten Sie Wertgegenstände übergeben haben, verständigen Sie sofort den Notruf unter 133 und geben Sie eine Täterbeschreibung am. Möglicherweise können die Täter noch angehalten werden.
Presseaussendung
vom 02.06.2026, 19:32 Uhr
Reaktionen bitte an die LPD Kärnten