Die Rettungsschwimmlehrer der Landespolizeidirektion Kärnten haben 2026 einen neuen Ausbildungsschwerpunkt gesetzt: Einsätze in fließenden Gewässern. Die Einsatzstatistik zeigt, dass Polizeibedienstete im Außendienst jederzeit mit solchen Gefahrensituationen konfrontiert werden können. Viele Dienstfahrzeuge sind mit einem Wurfsack ausgestattet – doch dessen sichere Handhabung will regelmäßig geübt sein.
Im Bezirk Wolfsberg wurde das Thema auf Initiative von Oberstleutnant Daniela Puffing, Bezirkspolizeikommandantin-Stv., gemeinsam mit dem örtlichen Rettungsschwimmlehrer in die Bezirksfortbildung aufgenommen. Die Österreichische Wasserrettung (ÖWR), Einsatzstelle St. Andrä, unterstützte die Schulungen, welche im Juni und September dieses Jahres durchgeführt wurden. Die Rückmeldungen der Bediensteten waren sehr positiv.
Unter der Koordination von Bezirksinspektor Thomas Stelzer wurde das Programm anschließend auf mobile Einheiten der Polizei ausgeweitet. An vier halbtägigen Terminen im August und Oktober vermittelten Michael Siter, Fließ- und Wildwasserreferent der ÖWR Kärnten, und ehrenamtliche Mitglieder der ÖWR-Einsatzstelle Faak am See Wissen zu Gefahren im Wasser, Einsatztaktik und Eigenschutz. Im Praxisteil übten die Teilnehmenden an der Gail Rettungssituationen mit realistischen Opferdarstellungen.
Die Schulungen stärkten zugleich die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Wasserrettung. Die ÖWR gestaltete sie gemeinsam mit den Rettungsschwimmlehrern der Landespolizeidirektion Kärnten auf Augenhöhe. So konnten beide Organisationen ihre Erfahrung einbringen und ein besseres Verständnis für die jeweiligen Einsatzabläufe entwickeln. Davon profitieren die Einsatzkräfte bei gemeinsamen Einsätzen ebenso wie Menschen, die in Not geraten.
Neben der Rettung von Menschenleben standen die Sicherheit der Einsatzkräfte und das Erkennen der eigenen Grenzen im Mittelpunkt. Aufgrund der positiven Resonanz ist geplant, die Schulungsreihe 2027 fortzusetzen.
Artikel Nr: 468652
vom Donnerstag,
05.November 2026,
08:40 Uhr.
Reaktionen bitte an die LPD Kärnten