Gewaltschutz in Niederösterreich

Presseaussendung der Polizei Niederösterreich

Enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und NEUSTART stärkt Opferschutz

Der Schutz von Menschen vor Gewalt im familiären und sozialen Umfeld zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Polizei in Niederösterreich. Das Gewaltschutzgesetz stellt dabei ein zentrales Instrument dar, um Betroffene rasch und wirksam zu schützen sowie weitere Gewalthandlungen zu verhindern.

Ein wesentliches Element des Gewaltschutzgesetzes sind Betretungs- und Annäherungsverbote. Liegt aufgrund einer polizeilichen Einschätzung eine Gefährdung vor, kann die Polizei Personen unverzüglich aus dem gemeinsamen Wohnbereich wegweisen und ihnen das Betreten bestimmter Bereiche sowie die Annäherung an gefährdete Personen untersagen. Diese Maßnahmen ermöglichen einen sofortigen Schutz für Opfer von Gewalt und schaffen Zeit für weitere rechtliche und unterstützende Schritte.

In Niederösterreich werden jährlich zahlreiche Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen. In Niederösterreich wurden 2023 insgesamt 2.785, 2024 2.795 und 2025 2.561 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen. Im Jahr 2026 waren es bis Ende Juni bereits 1.411. Die konsequente Anwendung dieser Maßnahmen trägt wesentlich dazu bei, Eskalationen zu verhindern und Betroffenen Sicherheit zu geben. Gleichzeitig wird dadurch ein klares Signal gesetzt, dass Gewalt in keiner Form toleriert wird.

Ein wichtiger Partner der Polizei Niederösterreich ist der Verein NEUSTART. Im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen werden Personen, gegen die ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt wurde, verpflichtend an die Gewaltpräventionsberatung vermittelt. Diese Beratungen werden von qualifizierten Fachkräften durchgeführt und haben das Ziel, das Bewusstsein für gewalttätiges Verhalten zu schärfen, Verantwortung zu übernehmen und Strategien zur Vermeidung weiterer Gewaltanwendungen zu entwickeln.

Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und NEUSTART stellt einen wesentlichen Baustein eines umfassenden Gewaltschutzes dar. Während die Polizei für den unmittelbaren Schutz gefährdeter Personen sorgt, setzt die Gewaltpräventionsberatung bei den Ursachen von Gewalt an und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung weiterer Übergriffe.

"Effektiver Gewaltschutz gelingt nur durch das Zusammenspiel von konsequentem Einschreiten, nachhaltiger Prävention und professioneller Unterstützung. Die enge Kooperation zwischen der Polizei Niederösterreich und dem Verein NEUSTART ist dafür ein wichtiger Erfolgsfaktor", betont Landespolizeidirektor Franz Popp.

NEUSTART-Leiter Alexander Grohs verwies auf einen wichtigen Meilenstein: "Seit Beginn der Gewaltpräventionsberatung am 1. September 2022 wurde im Juni 2026 die 10.000. Gefährderin bzw. der 10.000. Gefährder betreut. Die Kombination aus polizeilichem Einschreiten, gesetzlichen Schutzmaßnahmen und präventiver Beratung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in Niederösterreich."


Presseaussendung
vom 30.06.2026, 12:33 Uhr

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Kooperation gegen Finanzbetrug

OeNB-Direktor Josef Meichenitsch, Innenminister Gerhard Karner und OeNB-Gouverneur Martin Kocher unterzeichneten am 8. Juni 2026 eine neue gemeinsame Sicherheitspartnerschaft

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Sicheres Bezahlen und Betrugsmaschen im Fokus: Ein Projekt zur generationenübergreifenden Bewusstseinsschaffung dient als erste Initiative der Sicherheitspartnerschaft.


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Grafik Polizei Recruting

Alle Informationen zur Neuaufnahme befinden sich unter www.polizeikarriere.gv.at .

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