Presseaussendung der Polizei Niederösterreich
Im Gemeindegebiet von St. Egyden am Steinfeld kam es am 5. August 2026 gegen 16:00 Uhr zu einem Waldbrand. Im weiteren Verlauf breitete sich das Feuer auf eine Fläche von über 100 Hektar aus.
Der Brand konnte mittlerweile durch ein Großaufgebot der Feuerwehr sowie den Einsatz von Hubschraubern der Flugpolizei, des Bundesheeres und privater Unternehmen unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten zur Bekämpfung einzelner Glutnester werden voraussichtlich noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.
Im Rahmen der Erhebungen durch den Bezirksbrandermittler konnte die Brandausbruchsstelle auf etwa einen halben Hektar eingegrenzt werden. In diesem Bereich befand sich während des Zweiten Weltkriegs eine Munitionsfabrik, die gegen Ende des Krieges gesprengt wurde. Dabei wurde phosphorhaltige Munition im Gelände verteilt. Diese dürfte sich aufgrund jahrelanger Witterungseinflüsse zersetzt haben. Tritt der freigelegte Phosphor mit Luftsauerstoff in Kontakt, kommt es zu einer chemischen Reaktion und zur Selbstentzündung. Dies gilt nach aktuellem Ermittlungsstand mit hoher Wahrscheinlichkeit als Ursache für den Brandausbruch.