Rund 40 Bedienstete des Landesgerichts St. Pölten besuchten am 15. September 2026 das Einsatztrainingszentrum der Landespolizeidirektion Niederösterreich in Süßenbrunn. Der Besuch bot Gelegenheit zu einem praxisnahen Einblick in das polizeiliche Einsatztraining und zum persönlichen Austausch zwischen Justiz und Polizei.
Landeseinsatztrainerin Iris Schlem stellte das Einsatztrainingszentrum und dessen Aufgaben vor. Dabei wurde erläutert, welche Inhalte dort vermittelt und wie die Polizeibediensteten auf herausfordernde Einsatzsituationen vorbereitet werden. Neben der notwendigen Theorie steht vor allem die intensive praktische Beübung im Mittelpunkt – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
An verschiedenen Stationen wurden konkrete Themen des Einsatztrainings behandelt. Dazu zählten die besondere Gefährlichkeit von Messerangriffen, der richtige Einsatz von Pfefferspray sowie die Sensibilisierung für den lagebedingten Erstickungstod. Die Gäste konnten auch den Umgang mit Übungspfefferspray selbst ausprobieren.
In einem Szenarientraining wurde anschaulich dargestellt, wie schnell eine Amtshandlung eskalieren kann und welche Entscheidungen Einsatzkräfte dabei innerhalb kürzester Zeit treffen müssen. Darüber hinaus wurden verschiedene Ausrüstungsgegenstände, die Schnelle Interventionsgruppe und deren Sonderausrüstung vorgestellt. Auch die Schießanlage wurde besichtigt und näher erklärt.
Landespolizeidirektor-Stellvertreter Manfred Aichberger betonte: "Konsequentes Training schafft Handlungssicherheit. Durch die Verbindung von theoretischem Wissen und intensiver praktischer Beübung werden unsere Einsatzkräfte bestmöglich auf Situationen vorbereitet, in denen rasches und professionelles Handeln gefordert ist."
Die Präsidentin des Landesgerichts St. Pölten, Martina Spreitzer-Kropiunik, hob die Bedeutung der gewonnenen Einblicke hervor: "Das Szenarientraining hat eindrucksvoll gezeigt, wie rasch sich die Dynamik einer Amtshandlung verändern kann. Solche praxisnahen Einblicke sind für das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Justiz und Polizei besonders wertvoll."
Artikel Nr: 467024
vom Mittwoch,
23.September 2026,
14:38 Uhr.
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