Klärungserfolge für das LKA NÖ

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"Die ErmittlerInnen des LKA NÖ sind einmal mehr Garant für erfolgreiche kriminalpolizeiliche Arbeit," so Bundesminister Gerhard Karner bei der Pressekonferenz.

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"Die Zahl der Einbruchsdiebstähle in NÖ hat sich in den letzten 10 Jahren halbiert," bilanziert Gerhard Karner. ©  LPD NÖ/E. Klug

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"Die beiden Klärungen zeigen die hohe Qualität und die Wachsamkeit unserer Ermittlerinnen und Ermittler", betonte Landespolizeidirektor Franz Popp. ©  LPD NÖ/E. Klug

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"Unsere Bediensteten des LKA haben höchstes taktisches Geschick bewiesen," sagte Brigadier Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich. ©  LPD NÖ/E. Klug

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©  LPD NÖ/L.Topf

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Kampf gegen die Eigentums- und Suchtmittelkriminalität

"Dem Landeskriminalamt Niederösterreich ist es durch akribische und konsequente Arbeit gelungen, in den letzten Wochen und Monaten zahlreiche Einbruchsdiebstähle und Suchtmitteldelikte zu klären. Die ErmittlerInnen sind damit einmal mehr Garant für erfolgreiche kriminalpolizeiliche Arbeit," so Bundesminister Gerhard Karner bei einer Pressekonferenz am 22. Oktober 2026.


"Grundsätzlich ist in den letzten 10 Jahren ein kontinuierlicher Rückgang der Einbruchsdiebstähle in Wohnräumlichkeiten in ganz Österreich, aber vor allem auch in Niederösterreich zu erkennen. Die Zahl der Einbruchsdiebstähle in NÖ hat sich in den letzten 10 Jahren halbiert: wurden 2016 noch rund 2.500 Einbrüche in Wohnraum angezeigt, so war bis 2025 ein Rückgang um die Hälfte auf rund 1.200 zu verzeichnen," bilanziert Gerhard Karner.

15 Einbrüche geklärt – vier Festnahmen

Diebstahl von Wertsachen im Gesamtwert von etwa 450.000 Euro, verursachte Sachschäden in der Höhe von mindestens 200.000 Euro

Bedienstete des Landeskriminalamtes NÖ, Ermittlungsbereich Diebstahl, führten seit 1. Juli 2026 Ermittlungen gegen eine vorerst noch auszuforschende südamerikanische Tätergruppe wegen Verdachts der Begehung gewerbsmäßiger Einbruchsdiebstähle in Wohnhäuser, wobei die Tätergruppe zu den Tatausführungen Mietfahrzeuge in Wien anmietete. Bei den Einbruchsdiebstählen wurden insbesondere Bargeld, Goldschmuck, Silber- und Goldmünzen, wertvolle Designerhandtaschen oder Designerbrillen gestohlen. In den Objekten aufgefundene Tresore wurden mit den Tatfahrzeugen abtransportiert und in Waldstücken mit Gewalt geöffnet.

Die intensiven Ermittlungen der Kriminalisten ergaben, dass die Tätergruppe immer in unterschiedlicher personeller Zusammensetzung aus Italien nach Österreich einreiste und sich immer nur für die Dauer von zwei bis maximal fünf Tagen in Österreich aufhielt.

Am 18. August 2026 wurde wieder in Niederösterreich und Wien in vier Wohnhäuser eingebrochen, wobei die Polizeibediensteten aufgrund des Modus Operandi von dieser Tätergruppe ausgingen. In enger Zusammenarbeit mit einer Mietwagenfirma konnten sie bereits am 19. August 2026 das zur Einbruchsserie vom 18. August 2026 von der Tätergruppe verwendete Tatfahrzeug ermitteln. Am 19. August 2026, gegen 20:30 Uhr, kamen zwei vorerst unbekannte Männer zum Fahrzeug und entnahmen aus dem Kofferraum einen Vorschlaghammer, den sie in weiterer Folge in einem Kofferraum eines abgestellten Pkw mit spanischem Kennzeichen einluden. Beim spanischen Fahrzeug handelte es sich um ein Mietfahrzeug, das entfremdet gemeldet war. Anschließend gingen die Männer zu einer Wohnung in Wien 21.

Die Staatsanwaltschaft Korneuburg ordnete eine Hausdurchsuchung für die ermittelte kurzzeitig angemietete Täterwohnung an und Beamte des LKA NÖ konnten in der Wohnung gegen 22:00 Uhr drei chilenische Staatsbürger im Alter von 25, 29 und 40 Jahren vorläufig festnehmen. Weiters stellten sie zahlreiches Diebesgut, die Fahrzeugschlüssel des gestohlenen gemeldeten spanischen Fahrzeuges und Einbruchswerkzeug sicher. Einer der Beschuldigten hatte bei der Festnahme einen gefälschten argentinischen Reisepass bei sich.

Durch die weiteren Ermittlungen konnte die Diebstahlsgruppe des Landeskriminalamtes NÖ der mutmaßlichen Einbrecherbande insgesamt 15, davon ein versuchter, Einbruchsdiebstähle in Wohnobjekte zuordnen:

Wohnungs-ED am 19.2.2026 in Wien 13.
Wohnhaus-ED am 13.5.2026 in Sierndorf, Bezirk Korneuburg
Wohnhaus-ED am 13.5.2026 in Obergänserndorf, Bezirk Korneuburg
Wohnungs-ED am 14.5.2026 in Wien 13.
Wohnhaus-ED am 15.5.2026 in Ebendorf, Bezirk Mistelbach
versuchter Wohnhaus-ED am 1.7.2026 in Hanfthal, Bezirk Mistelbach
Wohnhaus-ED am 2.7.2026 in Eisenstadt
Wohnhaus-ED am 24.7.2026 in Bisamberg, Bezirk Korneuburg
Wohnhaus-ED am 24.7.2026 in Altenberg, Bezirk Tulln an der Donau
Wohnhaus-ED am 18.8.2026 in Großhöflein, Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Wohnhaus-ED am 18.8.2026 in Stotzing, Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Wohnhaus-ED am 18.8.2026 in Hof am Leithagebirge, Bezirk Bruck/Leitha
Wohnhaus-ED am 18.8.2026 in Großengersdorf, Bezirk Mistelbach
Wohnhaus-ED am 19.8.2026 in Graz
Wohnhaus-ED am 19.8.2026 in Frohnleiten, Bezirk Graz-Umgebung

Im Zuge der Einbruchsdiebstähle erbeutete die Tätergruppe Wertsachen im Gesamtwert von etwa 450.000 Euro und versachte Sachschäden in der Höhe von mindestens 200.000 Euro. Bei einem Einbruch erbeutete die mutmaßlichen Einbrecher eine Pistole, die sie in einem Waldstück vergaben haben. Einer der Beschuldigten führte die Ermittler zum Versteck, wo die Waffe samt Munition aufgefunden und sichergestellt wurde.

Am 18. Oktober 2026 wurde eine 43-jährige Mittäterin in Rom im Zuge einer Kontrolle aufgrund eines aufrechten Europäischen Haftbefehles festgenommen. Sie wird nach Österreich ausgeliefert.

Die Beschuldigten wurden über Auftrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert.


Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität


• Erfolgreicher Schlag gegen internationalen Drogenschmuggel
• Sicherstellung von 200 Kilogramm Cannabiskraut und 6 Kilogramm Kokain im Straßenverkaufswert von über 2 Millionen Euro – zwei Festnahmen auf frischer Tat in Niederösterreich


Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Suchtmittelkriminalität, führten gemeinsam mit Kräften des Bundeskriminalamtes sowie des Landeskriminalamtes Steiermark umfangreiche Erhebungen gegen den internationalen Suchtmittelschmuggel.

Am 12. Juli 2026 ging im Bundeskriminalamt ein internationaler Hinweis ein, dass ein bulgarisches Sattelkraftfahrzeug eine größere Menge an Suchtmitteln in Form von Cannabiskraut und Kokain von Spanien über Frankreich und Italien oder Slowenien nach Österreich mit dem Endziel Tribuswinkel einführen sollte.

Durch intensive operative Maßnahmen konnte der bulgarische Sattel-Lkw am 13. Juli 2026 in den Morgenstunden bei der Einreise aus Slowenien am Grenzübertritt Spielfeld festgestellt werden. In der Folge wurde das Fahrzeug bis zum Abladeort im Gemeindegebiet von Traiskirchen durchgehend observiert.


Festnahme auf frischer Tat:

Vor Ort konnte beobachtet werden, wie der Lkw-Lenker Teile der geschmuggelten Suchtmittel entlud und an einen Abholer übergab. Kräfte der Direktion für Sondereinheiten nahmen die Tatverdächtigen direkt bei der Übergabe fest.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 58-jährigen bulgarisch Lkw-Fahrer, sowie einen 30-jährigen, in Wien wohnhaften slowenischen Staatsbürger, der die Drogen für eine international agierende Tätergruppierung übernehmen sollte. Beide Beschuldigten zeigten sich bei den durchgeführten Einvernahmen teilgeständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurden sie in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Umfangreiche Sicherstellung und Schmuggelroute:

Im Zuge der Durchsuchung des Sattelzuges konnten insgesamt 200 Kilogramm Cannabiskraut und vermeintliche sechs Kilogramm Kokain aufgefunden und sichergestellt werden:

• 100 Kilogramm Cannabiskraut und sechs Kilogramm des angeblichen Kokains waren direkt für den 30-jährigen Übernehmer in Tribuswinkel bestimmt.

• Die restlichen 100 Kilogramm Cannabiskraut, welche im Sattelaufleger versteckt waren, sollten nach der Übergabe in Tribuswinkel weiter nach Griechenland ausgeführt und dort übergeben werden.

Der Marktwert der sichergestellten 200 Kilogramm Cannabiskraut beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Nähere chemische Untersuchungen der vermeintlichen Kokain-Sicherstellung ergaben zudem, dass es sich hierbei um ein wirkstofffreies Duplikat ("Fake-Drogen") handelte.


"Die erfolgreiche Unterbindung dieses grenzüberschreitenden Schmuggels zeigt die hohe Qualität und Wachsamkeit unserer Ermittlerinnen und Ermittler", betonte Landespolizeidirektor Franz Popp im Rahmen der Pressekonferenz. "Durch das rasche und abgestimmte Einschreiten konnten wir verhindern, dass Drogen im Wert von über zwei Millionen Euro auf unsere Straßen gelangen."


"Der Erfolg dieses international verknüpften Einsatzes unterstreicht die professionelle und akribische Ermittlungsarbeit unserer Kriminalisten", betonte Brigadier Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich. "Von dem vertraulichen Hinweis bis hin zur lückenlosen Observation und dem koordinierten Zu-griff im entscheidenden Moment haben unsere Bediensteten höchstes taktisches Geschick bewiesen."


Autor: ChefInsp Johann Baumschlager


Artikel Nr: 468444
vom Freitag,  30.Oktober 2026,  15:29 Uhr.

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