Lawinenübung am Ötscher

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Lawinenübung

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Lawinenübung ©  LPD NÖ/O. Greene

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Einsatzbesprechung ©  LPD NÖ/O. Greene

In Lackenhof, Bezirk Scheibbs, fand am 30. Jänner 2026 eine organisationsübergreifende Lawinenübung statt. Ziel der Übung war die planmäßige Abwicklung eines Lawinenunfalles, wobei zwei Lawinenszenarien trainiert wurden. Insgesamt nahmen 80 Einsatzkräfte des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD), des Roten Kreuzes, des Notruf Niederösterreich, der Feuerwehr sowie der Alpinpolizei teil.

Beübt wurde im ersten Szenario die Abarbeitung eines Lawinenunfalles einer 5-köpfigen Tourengehergruppe mit drei verschütteten Personen auf der Südseite zwischen großem und kleinem Ötscher im Bereich Riffelsattel. Nach der Alarmierung durch die Rettungsleitstelle Notruf Niederösterreich wurde im Bergrettungshaus Lackenhof die Einsatzleitung Tal eingerichtet. Die eintreffenden Einsatzkräfte wurden gestaffelt zur Unfallstelle entsandt. Da aufgrund von Nebel der Einsatz des Hubschraubers der Flugpolizei nicht möglich war, musste der Weg zum Einsatzort so weit wie möglich mittels Bergrettungsquad und das letzte Stück zu Fuß bewältigt werden. Nach erfolgreicher Suche konnte der erste Verschüttete aus den Schneemassen freigelegt werden. Auch der Lawinenhund des ÖBRD kam zum Einsatz. Dieser konnte die weiteren zwei verschütteten Tourengeher, die nicht mit Lawinenverschüttetensuchgeräten ausgestattet waren, aufspüren. Nachdem alle Verschütteten gefunden, freigeschaufelt und medizinisch versorgt waren, wurden diese unter Anwendung von Seiltechnik mittels Akja ins Tal geborgen.

Um 12:30 Uhr kam es zu einer zweiten Alarmierung. Es wurde angezeigt, dass ein Solo-Schitourengeher, der auf dem Weg in Richtung kleinen Ötscher auf die Südseite abgefahren und von einer Lawine erfasst worden sei. Da dieser auch kein Lawinenverschüttetensuchgerät trug, konnte er erst durch Sondieren mittels Sondierketten gefunden werden. Zusätzlich wurde noch die Suche mit RECCO-Handgeräten geübt. Die Einsatzkräfte verbrachten auch den Verschütteten von Szenario 2 mittels Akja ins Tal.

Diese Lawinenübung stellte für die Beamten der Alpinen Einsatzgruppe NÖ West, unter der Leitung von Abteilungsinspektor Bernhard Kogler, eine optimale Trainingsmöglichkeit dar, um sich auf das äußerst fordernde Szenario Lawinenunfall bestmöglich vorzubereiten.


Autor: Kontrollinspektor Bernd Wagner, Landesausbildungsleiter Alpindienst


Artikel Nr: 456822
vom Dienstag,  03.Februar 2026,  10:41 Uhr.

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