Festnahme nach Versand von Phishing-SMS mittels "SMS Blaster"

Vorfallszeit: 06.04.2026 bis 14.05.2026
Festnahmezeit: 14.05.2026, 15:45 Uhr

Im Zuge von Ermittlungen im Bereich Cybercrime konnten Ermittler des Landeskriminalamts Wien über einen Mobilfunkanbieter feststellen, dass eine bislang unbekannte Täterschaft zumindest seit dem 06.04.2026 im Großraum Wien mit einem oder mehreren Geräten unterwegs sein sollen und dabei sogenannte Phishing-SMS in großem Ausmaß versendet haben dürften, insbesondere an Orten, wo sich vorwiegend eine größere Zahl an Menschen aufhält, wie beispielsweise bei größeren Veranstaltungen. Es konnten an mehreren Tagen stundenlange Bewegungen festgestellt werden, die teilweise mehrmals täglich wiederholt wurden. Dabei dürften mehrere Millionen betrügerische SMS im Namen namhafter Paketdienste und Mobilfunkanbieter versendet worden sein.
Durch wiederholte Schwerpunktmaßnahmen gelang es schließlich am 14.05.2026, gegen 15:47 Uhr, einen Tatverdächtigen zu lokalisieren. Ein Fahrzeug wurde identifiziert und der Lenker anschließend durch die Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen 32-jährigen chinesischen Staatsangehörigen. In dem Pkw befand sich auch dessen sechs Monate alter Sohn. Da von derartigen Geräten eine erhebliche Strahlenbelastung ausgehen kann, wird dem Tatverdächtigen, neben dem Verdacht des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs, die Gefährdung der körperlichen Sicherheit seines Sohnes zur Last gelegt.

In dem Pkw wurde Geräte, unter anderem ein sogenannter "SMS Blaster" sichergestellt. Während der Verbindung mit dem "SMS Blaster" können Betroffene keine Telefonanrufe, SMS oder mobilen Internetverbindungen nutzen, wodurch auch die Funktionsfähigkeit des Notrufsystems beeinträchtigt werden kann. Ein solches Gerät ist in der Lage, bis zu 100.000 Nachrichten pro Stunde zu versenden.
Im Zuge einer anschließenden Hausdurchsuchung wurden ein weiterer "SMS Blaster", zwei Notebooks, zehn Mobiltelefone sowie zwei Tablets sichergestellt. Darüber hinaus fanden die Ermittler zahlreiche Batterien, Spannungswandler und weiteres technisches Equipment, das mutmaßlich für den Betrieb der Geräte verwendet wurde.
Die sichergestellten Gegenstände werden derzeit IT-forensisch ausgewertet.
Der Beschuldigte befindet sich in Haft.
Der Ermittlungserfolg ist auf Grund der ausgezeichneten Zusammenarbeit von IT-Ermittlern und -Forensikern des Assistenzdienstes, Ermittlern der Außenstellen des Landeskriminalamts sowie Spezialisten des Bundeskriminalamts C4 und der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst gelungen. Unterstützt wurden diese zudem durch die Kompetenzstelle Cybercrime der Staatsanwaltschaft Wien.
In der Vernehmung zeigte sich der 32-Jährige geständig. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde er in eine Justizanstalt gebracht.
Die Ermittlungen zu dem betreffenden Fall werden durch den Assistenzdienst des Landeskriminalamts Wien, Ermittlungsbereich Cybercrime, fortgesetzt.


Presseaussendung
vom 19.05.2026, 13:08 Uhr

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