Gewalt in Privatsphäre: Hausfriedensbruch, Freiheitsentziehung, schwere Nötigung, Sachbeschädigung

Vorfallszeit: 12.06.2026, 05:00 Uhr
Vorfallsort: 1130 Wien

Gestern Früh kam es in Wien-Hietzing zu einem Fall häuslicher Gewalt. Ein 25-jähriger Mann (Stbg.: Österreich) soll die Eingangstür eines Wohnhauses eingetreten, seiner ehemaligen Lebensgefährtin im Stiegenhaus aufgelauert, sie überwältigt und zurück in ihre Wohnung gedrängt haben. Dort soll er die 26-Jährige über mehrere Stunden festgehalten und sie unter Vorhalt eines Küchenmessers wiederholt mit dem Umbringen bedroht haben, falls sie die gemeinsame Beziehung nicht wieder aufnehme. Gegen 9 Uhr gelang es der Frau ihr Mobiltelefon, das der Tatverdächtige ihr zunächst abgenommen hatte, wiederzuerlangen und unbemerkt einen Notruf abzusetzen. Beamte der Polizeiinspektion Preindlgasse nahmen den 25-Jährigen kurz darauf in der Wohnung vorläufig fest. Gegen ihn wurden ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Im Zuge der ihrer Vernehmung gab die 26-Jährige an, dass es in der Beziehung wiederholt zu Gewaltanwendungen gegen sie gekommen sein soll.

Der 25-Jährige wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der Freiheitsentziehung, der schweren Nötigung und der Sachbeschädigung auf freiem Fuß angezeigt.


WIR BIETEN HILFE:
Die Wiener Polizei ist Ansprechpartner für Personen, die Gewalt wahrnehmen oder selbst Opfer von Gewalt sind. Der Polizei-Notruf ist unter der Nummer 133 jederzeit erreichbar. Die Kriminalprävention des Landeskriminalamt Wiens bietet darüber hinaus persönliche Beratungen unter der Hotline 0800 216346 an.

Weitere Ansprechpartner:
WEISSER RING: 050 50 16
Frauenhelpline: 0800 222 555
Gewaltschutzzentrum: 0800 700 217
Opfer-Notruf: 0800 112 112
Notruf des Vereins der Wiener Frauenhäuser: 05 77 22


Presseaussendung
vom 13.06.2026, 11:38 Uhr

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