Vorfallszeit: 16.03.2026, 15:30 Uhr
Festnahmezeit 23.05.2026, 10:15 Uhr
Vorfallsort: 19., Heiligenstädter Straße
Festnahmeort: Wien-Ottakring
Am 16.03.2026, gegen 15:30 Uhr, kontaktierte eine bislang unbekannte Täterschaft eine 91-jährige Frau telefonisch und gab sich als Bankangestellter aus. Unter dem Vorwand einer unberechtigten Kontobehebung wurde die Seniorin dazu verleitet, einen Geldbetrag im niedrigen fünfstelligen Eurobereich von ihrem Konto zu beheben, um diesen angeblich vor weiterem Zugriff zu sichern.
Nach ihrer Rückkehr wurde die 91-Jährige erneut telefonisch kontaktiert. Dabei wurde ihr mitgeteilt, dass ein Polizeibeamter vorbeikommen werde, um das Bargeld sowie weitere Wertgegenstände sicherzustellen. Kurz darauf verschaffte sich ein als Polizist auftretender Mann Zutritt zur Wohnung der Frau. Dort stieß er die 91-Jährige zu Boden und raubte Bargeld, Golddukaten sowie eine Goldkette.
Die Frau erlitt eine Kopfverletzung und wurde von der Berufsrettung Wien in ein Krankenhaus gebracht. Die Einvernahme gestaltete sich zunächst aufgrund von Erinnerungslücken schwierig.
Dem Landeskriminalamt Wien ist es schließlich durch intensive und umfangreiche Ermittlungen gelungen, einen 48-jährigen österreichischen Staatsbürger als unmittelbaren Täter des Raubes auszuforschen und schließlich mit Beteiligung der WEGA in einer Wohnung im Bezirk Ottakring festzunehmen. Bei der anschließenden Hausdurchsuchung wurden die Kriminalbeamten von Polizisten der Bereitschaftseinheit unterstützt.
Dem 48-Jährigen werden zwei weitere gleichgelagerte Taten zur Last gelegt.
Er schwieg zu den Vorwürfen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien brachten ihn die Ermittler in eine Justizanstalt.
Präventionshinweise der Polizei:
• Die Polizei fordert niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
• Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung.
• Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und verständigen Sie den Polizeinotruf 133.
Presseaussendung
vom 31.05.2026, 11:09 Uhr
Reaktionen bitte an die LPD Wien