Seit Monaten laufen die Vorbereitungen zu dem 70. Eurovision Songcontest, der in der Wiener Stadthalle bereits zum zweiten Mal ausgetragen wird. Viele Akteure, Stakeholders und Sicherheitspartner sind in der intensiven Planung und Organisation eingebunden. Eine komplexe Sicherheitsarchitektur sorgt für höchstmögliche Sicherheit für alle beteiligten Menschen bei dem ESC 2026.
Neben 500 Sicherheitskräfte in der Wiener Stadthalle sind mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten in Uniform und in Zivil zusätzlich täglich im Einsatz. Auch auf die Kräfte aus sechs Bundesländern wird für die Veranstaltung zurückgegriffen.
Seit Herbst 2023 besteht in Österreich die erhöhte Terrorwarnstufe 4, die aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten aktiv ist. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst analysiert täglich die sicherheitspolitische Lage und steht im regelmäßigen Austausch mit internationalen Partnerdiensten, u.a. mit dem FBI (Federal Bureau of Investigation). Für die Veranstaltungswoche wurde eigens bei dem FBI eine Task Force in New York errichtet, um auf polizeiliche Anfragen im Hinblick auf Cyberangriffen rasch agieren zu können, da viele internationale Provider in Amerika angesiedelt sind.
Strengste Sicherheitskontrollen
Bis zur Veranstaltung werden bis zu 16.000 Personen, die in irgendeiner Verbindung zum Eurovision Songcontest stehen, einer sicherheitspolizeilichen Überprüfung unterzogen. Somit haben nur überprüfte Personen einen Zugang zur Veranstaltungsstätte.
Die Wiener Stadthalle, das Eurovision Village am Wiener Rathausplatz sowie der Euroclub im Praterdome sind zentrale Veranstaltungsstätten, die unter ständiger Beobachtung stehen. Im Regelbetrieb werden am Rathausplatz bis zu 15.000 Menschen und an den Haupttagen bis zu 30.000 Menschen erwartet. Um die großen Ansammlungen von Besucherinnern und Besuchern bewältigen zu können, wird temporär die Ringstraße gesperrt. Wie auch für die Wiener Stadthalle gelten am Rathausplatz strenge Regeln für die Mitnahmen von Taschen. Die Polizei ist daher berechtigt, Kleidungen, Gegenstände wie Taschen, aber auch Fahrzeuge, die in den Garagen bei den Veranstaltungsstätten einfahren, zu kontrollieren.
Versammlungsrecht
In Österreich besteht ein Versammlungsrecht, bei dem die Menschen ihre Meinung frei äußern können. Vor Beginn einer Versammlung muss diese spätestens 48 Stunden vorher bei der Behörde angemeldet werden. Kleine Versammlungen zu dem ESC 2026 fanden bereits statt, die friedlich abgelaufen sind. Am 16. Mai 2026 ist eine Großdemonstration angemeldet, bei der 3.000 Teilnehmende erwartet werden. Der Wiener Polizei ist die Sicherheit rund um den Song Contest wie auch die Sicherheit von Versammlungen wichtig. Bei Verstößen gegen das Versammlungsrecht oder bei Störaktionen wird die Wiener Polizei entsprechende rechtskonforme und verhältnismäßige Maßnahmen treffen.
Drohnenverbot
Während der Veranstaltungswoche besteht ein Drohnenverbot, das auch für Mini-Drohnen mit einem Gewicht unter 250 Gramm gilt. Im Umkreis von 1,5 Kilometer zu den Veranstaltungsstätten rund um die Wiener Stadthalle, Rathausplatz und Praterdome wurden GEO-Zonen errichtet. In diesen Bereichen dürfen keine Drohnen fliegen. Bei Verstoßen wird die polizeiliche Drohnenabwehr eingesetzt und den Besitzern drohen hohe Geldstrafen. Auch Sicherheitsleistungen können eingehoben werden.
Artikel Nr: 460384
vom Donnerstag,
07.Mai 2026,
08:00 Uhr.
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