in den letzten Monaten haben sich erneut die Fälle von Phishing durch angebliche IT-Kundenservices gehäuft. Aus diesem Grund möchten wir Sie auf die Gefahr hinweisen und Ihnen Tipps zum richtigen Umgang damit geben.
Es klingt für viele Userinnen und User nach einem absoluten Albtraum-Szenario: Man arbeitet am PC und plötzlich öffnen sich mehrere kleine Fenster, in denen man vor einem möglichen Zugriff durch Hackerinnen oder Hacker oder einer Schadsoftware auf dem Computer gewarnt wird und ein Alarm-Ton ertönt. Wer dann aber die auf der Warnmeldung angegebene Telefonnummer des IT-Supports wählt, landet nicht beim echten, seriösen Kundenservice, sondern bei Betrügerinnen und Betrügern.
Was dann passiert, ist im Grunde schnell erklärt:
• Um einen angeblichen Hackerangriff oder Beschädigung durch eine Schadsoftware abzuwenden, bitten einen die Betrügerinnen und Betrüger, eine Software zur gemeinsamen Überwachung des Computers zu installieren.
• Zusätzlich fragen sie nach sensiblen Informationen wie Passwörtern oder Bankdaten.
• Hat man die Passwörter bekanntgegeben und die Software installiert, wollen die Täterinnen und Täter eine "Scheinüberweisung" durchführen, angeblich um Hackerinnen und Hacker zu täuschen. In Wahrheit hat man den Betrügerinnen und Betrügern damit natürlich die Möglichkeit gegeben, Geld vom eigenen Konto abzuheben.
Sollten Sie eine Meldung bekommen haben:
• Denken Sie bitte daran, dass kein seriöser IT-Support der Welt, seine Kundinnen und Kunden mittels Pop-up-Nachricht vor Gefahren warnt!
• Drücken Sie die Warnmeldung am besten einfach weg und beenden Sie ein eventuelles Telefonat.
• Installieren Sie am besten eine Firewall und einen Virenscanner auf ihrem PC und halten Sie diese mittels Updates aktuell.
• Gehen Sie sorgsam mit Ihren Passwörtern und Bankdaten um. Sie würden mit Sicherheit auch nicht Ihren Haustür- oder Autoschlüssel einfach so einer wildfremden Person anvertrauen.
Wenn es passiert ist:
• Kontaktieren Sie umgehend den echten IT-Support Ihres Anbieters. Die installierte Software muss entfernt und eventuell der Computer neu aufgesetzt werden!
• Sollten Sie Bankdaten bekanntgegeben haben, kontaktieren Sie auch Ihre Bank. Bankomat- oder Kreditkarten müssen gesperrt werden und möglicherweise können auch bereits getätigte Überweisungen gestoppt werden.
• Ändern Sie alle bekanntgegebenen Passwörter.
• Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Artikel Nr: 461674
vom Donnerstag,
11.Juni 2026,
08:00 Uhr.
Reaktionen bitte an die LPD Wien