ESC wird zur Sicherheitszone

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Die Vorbereitungen auf den 70. Eurovision Song Contest laufen auf Hochtouren. Alle Personen, die bei dem ESC 2026 mitwirken, wurden strengsten Sicherheitsüberprüfungen unterzogen. Aber nicht nur Personen liegen im Fokus der Behörde, sondern auch der Bereich in und um die Wiener Stadthalle. Ein umfassendes Sicherheitskonzept wurde ausgearbeitet, um einen sicheren und professionellen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten.

Flughafensicherheit

Wer die Wiener Stadthalle betritt, bekommt das Gefühl am Wiener Flughafen zu sein. Aufgrund des hohen Sicherheitsstandards werden sämtliche Gegenstände, die in die Wiener Stadthalle gebracht werden, gründlichst gescannt und von Spürhunden untersucht, um mögliche Gefahrenquellen auszuschließen. Neben 180 Überwachungskameras im Areal, sorgen Metalldetektoren und Röntgenstraßen bei den Mitarbeiter-Eingängen für weitere Sicherheitsmaßnahmen. An den Veranstaltungstagen wird auch der Besucherzustrom die Sicherheitsschleuse durchqueren, die im Märzpark errichtet wurden. Sämtliche Tickets für die Veranstaltung sind personalisiert, sodass eine Ausweispflicht besteht. In die Stadthalle dürfen nur Gegenstände wie Handy, Bargeld im A6-Format mitgenommen werden. Für Taschen und Rucksäcke stehen 2500 Schließfächer zur Verfügung. Die Sicherheitsüberprüfungen vor Ort übernimmt die Firma VIAS (Vienna International Airport Security), die mit ihren besonders geschulten Fachpersonal hoch professionell agieren.

Spezialeinsatzkräfte

Täglich sind etwa 500 Sicherheitskräfte in der Stadthalle im Einsatz, wie auch das Einsatzkommando Cobra, die sprengstoffkundigen Organe und die Diensthundeeinheit. Als Spezialeinheit setzt die EKO Cobra auf ein Antiterror- und Präzisionsschützenteam und unterstützt in der Luft bei Drohnenabwehr und mit dem Entschärfungsdienst im Einsatz von diversen Robotern.

Abriegelungsphase

Am 29. April 2026, um 17.00 Uhr, erfolgte eine komplette Sperre des Gebäudes. Alle Personen, die in der Wiener Stadthalle beschäftigt sind, mussten spätestens um diese Zeit das Gebäude verlassen. Die leeren Räume ohne Menschenansammlungen ermöglichten ein systematisches, zügiges Absuchen ohne Unterbrechungen. Hätten sich noch Personen während der Durchsuchung im Gebäude gefunden, hätte dies den Einsatz erheblich verzögert. Bis in den Nachtstunden durchsuchten gesamt 50 Polizeikräfte des sprengstoffkundigen Dienstes und der Diensthundeeinheit mit sieben Sprengstoffhunden jeden Raum und jeden Gegenstand. Dabei kamen sogenannte "Dualhunde" zum Einsatz, die eine besondere Schutz- und Stöberausbildung haben. Die Grundausbildung für einen Sprengstoffhund sieht 480 Stunden an der Leine und 400 Stunden für die Spezialausbildung vor. Die Sprengstoffdiensthundeführer sind sehr erfahrende Beamtinnen und Beamte, die auch in Paris bei der Olympia oder in Berlin bei der Europameisterschaft im Einsatz standen.


Artikel Nr: 460383
vom Mittwoch,  06.Mai 2026,  14:45 Uhr.

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