Presseaussendung der Polizei Salzburg
Am 9. Oktober kontrollierte die Polizei auf einem Parkplatz an der B 156, der Lamprechtshausener Straße, im Bereich Anthering-Acharting mehrere Schwerfahrzeuge hinsichtlich der Einhaltung des dort geltenden Lkw-Fahrverbots. Dabei wurde auch ein in 44-jähriger Lkw-Lenker aus Tirol angehalten. Da der Lenker mehrere Ladestellen im nördlichen Flachgau anfuhr, war das Fahrzeug vom Fahrverbot ausgenommen. Bei der Überprüfung des Fahrtenschreibers und der Fahrerkarte des Tirolers stellten die Polizisten jedoch fest, dass täglich zwei Fahrerkarten verwendet worden waren, obwohl sich nur ein Fahrer im Lkw befand. Den Ermittlungen zufolge begann der 44-Jährige seine Fahrten meist kurz nach Mitternacht mit der Fahrerkarte seines Arbeitgebers. In den Morgenstunden wechselte er ohne Einhaltung einer Ruhezeit auf seine eigene Fahrerkarte und setzte die Fahrt bis zum späten Nachmittag fort. An 37 von 38 überprüften Einsatztagen verwendete er die fremde Fahrerkarte und legte damit insgesamt mehr als 10.000 Kilometer zurück. Dem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt. Er musste eine neunstündige Ruhezeit einhalten, bevor er seine Fahrt fortsetzen durfte. Der Lkw-Lenker wird wegen des Verdachts der Fälschung eines Beweismittels bei der Staatsanwaltschaft Salzburg sowie wegen der Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten bei der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung angezeigt.
Am Nachmittag kontrollierte die Polizei im Bereich des Franz-Josef-Kais in der Stadt Salzburg das im Zusammenhang mit der Neutorsperre geltende Fahrverbot. Dabei wurde ein 27-jähriger Salzburger angehalten, der zuvor das Fahrverbot missachtet hatte. Ein Alkotest verlief negativ. Da der Lenker jedoch Anzeichen einer möglichen Suchtmittelbeeinträchtigung aufwies, wurde ein Drogentest durchgeführt, der positiv auf Cannabis reagierte. Der 27-Jährige wurde einem Amtsarzt vorgeführt, der die Fahruntauglichkeit feststellte. Bereits im Vorjahr war dem Salzburger der Führerschein wegen Lenkens unter Suchtmitteleinfluss entzogen worden. Die Polizei nahm dem 27-Jährigen den Führerschein ab und untersagte ihm die Weiterfahrt. Er wird bei der zuständigen Behörde wegen der festgestellten Übertretungen angezeigt.
Am Abend des 9. Oktober fiel der Polizei in der Alpenstraße in der Stadt Salzburg ein E-Motorrad ohne behördliches Kennzeichen auf, weil der Lenker auf dem Hinterrad fuhr. Einer Aufforderung der Polizei, anzuhalten, kam er nicht nach und setzte seine Fahrt unter Missachtung mehrerer Verkehrsvorschriften fort. Der Lenker bog schließlich entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung in die Michael-Pacher-Straße ein und wollte seine Fahrt über einen Gehweg fortsetzen. Dabei übersah er eine Absperrkette und stürzte. Nach der medizinischen Abklärung durch das Rote Kreuz unterzeichnete der 19-jährige serbische Staatsangehörige einen Revers. Ein Alkotest verlief negativ. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass das Fahrzeug über keine Beleuchtung bzw. vorgeschriebene Ausrüstung verfügte. Zudem war das E-Motorrad nicht zugelassen. Der 19-Jährige besaß keinen Führerschein für die entsprechende Fahrzeugklasse. Die Polizei untersagte ihm die Weiterfahrt. Er wird bei der zuständigen Behörde wegen der festgestellten Übertretungen angezeigt.