Presseaussendung der Polizei Tirol
Am 20. Februar 2026, gegen 15:00 Uhr fuhren fünf Freerider im Schigebiet von St. Anton im Bereich des Gampbergs im freien Schiraum, auf einer Seehöhe von ca. 2000 Metern in eine nordseitige Abfahrt im Bereich der sogenannten "Gertrud-Gabl-Rinne". Dabei löste sich ein Schneebrett, welches alle fünf Schifahrer erfasste und mitriss. Die Lawine löste sich auf einer Breite von ca. 450 Metern in dem sehr steilen Nordhang, ging durch teilweise felsdurchsetztes Gelände durch Rinnen und offene Flächen ab, verteilte sich über den kompletten Hang und hatte eine Sturzbahnstrecke von ca. einem Kilometer. Im Auslaufbereich stauten sich mehrere Lawinenkegel mit mehreren Metern Ablagerungshöhe.
Unbeteiligte Zeugen setzten einen Notruf ab und es wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet.
Zwei Personen, ein US-Amerikaner und ein Pole konnten nur noch tot aus der Lawine geborgen werden, ein 23-jähriger Niederländer wurde schwer verletzt aus der Lawine geborgen und mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zams geflogen. Ein 21-jähriger Österreicher wurde an der Unfallstelle reanimiert und in die Klinik Innsbruck geflogen, wo er wenig später verstarb. Ein 19-jähriger Ire wurde von dem Schneebrett mitgerissen, aber nicht verschüttet. Er erlitt lediglich leichte Verletzungen.
Am Einsatz waren beteiligt:
Die Bergrettungen St. Anton am Arlberg, Pettneu am Arlberg, Flirsch und Landeck mit insgesamt 60 Einsatzkräften, drei Bergrettungshundeführer, die Feuerwehr St. Anton am Arlberg mit 30 Einsatzkräften, die Rettung mit 20 Einsatzkräften und einem Notarzt, drei Rettungshubschrauber, dem Polizeihubschrauber, 8 Mann der Alpinpolizei und mehrere Polizeistreifen.
Presseaussendung
vom 21.02.2026, 06:15 Uhr
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