Presseaussendung der Polizei Tirol
Am 24. August 2026 unternahm ein 69-jähriger Deutscher aus dem Lahn-Dill-Kreis mit zwei Bekannten von der Hildesheimer Hütte eine alpine Hochtour auf den Berggipfel "Pfaffenschneide" (3.366m). Im Zuge des Abstieges beschlossen sie bei einer Einsattelung des Grates, wenige Meter südlich unterhalb vom Berggipfel "Pfaffenkogel", auf den Sulzenauferner abzusteigen. Als der 69-Jährige gegen 15:00 Uhr am Gletscher ungesichert über eine kurze, ca. 30-35 Grad steile Gletscherpassage hinunterging, kam er zu Sturz und rutschte ca. achter Meter talwärts, bis er schließlich in eine ca. zwei Meter tiefe Gletscherspalte stürzte. Im Zuge des Abrutschens löste er eine ca. 250-300 kg schwere Felsplatte, welche in weiter Folge ebenfalls abrutschte und in der Gletscherspalte seinen linken Unterschenkel einklemmte. Seine zwei Begleiter setzten umgehend den Notruf ab und seilten sich zu ihrem Kameraden ab. Der Verunfallte wurde in weiterer Folge in einer aufwändigen Bergeaktion durch Mitwirken von zwei Bergrettern der Ortstelle Neustift i.St., zwei Feuerwehrmännern der Freiwilligen Feuerwehr Neustift i. St., der Crew vom Notarzthubschrauber "Martin 8", dem Polizeihubschrauber sowie einem Alpinpolizisten der PI Neustift i.St. geborgen. Dazu musste die Felsplatte mittels eingerichteten Flaschenzugs und hydraulisch betriebenen Rettungsgerät angehoben werden. Der Deutsche wurde nach erfolgter Erstversorgung mit dem Notarzthubschrauber mit Verletzungen unbestimmten Grades im Bereich des Kopfes (Abschürfungen) und am linken Unterschenkel in das Krankenhaus nach Hall in Tirol geflogen. Seine beiden unverletzten Begleiter (ebenfalls Deutsche aus Gießen) wurden mit dem Polizeihubschrauber zur Hildesheimer Hütte geflogen. Im Einsatz standen insgesamt 17 Mitglieder der Bergrettung Neustift, 20 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neustift, ein Alpinpolizist, der Polizeihubschrauber und der Notarzthubschrauber.
Presseaussendung
vom 24.08.2026, 21:56 Uhr
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