Verdacht auf Zuhälterei, Körperverletzung, schwere Nötigung und andere Delikte in Innsbruck

Presseaussendung der Polizei Tirol

Am frühen Nachmittag des 9. Juni 2026 wurden ein 27-jähriger rumänischer Staatsangehöriger und seine 22-jährige rumänische Begleiterin im Zuge einer Amtshandlung durch eine Verkehrsstreife des Stadtpolizeikommando Innsbruck aufgrund einer Verwaltungsübertretung vorläufig festgenommen. Während der weiteren Amtshandlung wurden die einschreitenden Beamten von einem Zeugen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dem 27-Jährigen um einen mutmaßlichen Zuhälter handeln könnte. Zudem wurde bekannt, dass sich zwei Frauen, die von ihm zur Prostitution gezwungen werden würden, in einem nahegelegenen Lokal aufhalten sollen. Die beiden Frauen, rumänische Staatsangehörige im Alter von jeweils 23 Jahren, wurden daraufhin befragt.

Aufgrund ihrer Angaben erhärtete sich der Verdacht gegen den 27-Jährigen. Die Frauen gaben an, mittels der sogenannten "Loverboy-Methode" (Vortäuschen einer Liebesbeziehung) angeworben worden zu sein und teilweise bereits seit mehreren Monaten der Prostitution nachzugehen. Zudem hätten sie ihre gesamten Einnahmen an den Tatverdächtigen abgeben müssen. Eine der Frauen berichtete darüber hinaus, vom Beschuldigten verletzt und bedroht worden zu sein und große Angst vor ihm zu haben. Auf Grundlage dieser Ermittlungsergebnisse ordnete die Staatsanwaltschaft Innsbruck am 9. Juni 2026 gegen 16.30 Uhr die Festnahme des 27-Jährigen wegen des Verdachts der Zuhälterei und der schweren Nötigung an.

Im Zuge der weiteren Vernehmungen erhärtete sich gegen den Tatverdächtigen zudem der Verdacht der Urkundenunterdrückung, der Körperverletzung sowie der Sachbeschädigung. Gegen die 22-jährige Begleiterin ergab sich der Verdacht, einen Tatbeitrag zur Zuhälterei geleistet sowie eine der Frauen gefährlich bedroht zu haben.

Der 27-Jährige wurde in weiterer Folge über Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck in die Justizanstalt eingeliefert.


Presseaussendung
vom 12.06.2026, 14:48 Uhr

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