Gefährliche Drohung mit Schreckschusspistole und Messer in Schwaz

Presseaussendung der Polizei Tirol

Wie Ermittlungen der Polizeiinspektion Schwaz ergaben, kam es bereits am 15.05.2026, gegen 23.00 Uhr, im Ortsgebiet von Schwaz zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei jugendlichen Gruppierungen, wobei eine Gruppe aus 10 Personen und eine Gruppe aus vier Personen bestand. Nach einer vorangegangenen verbalen Auseinandersetzung zog ein 17-jähriger Österreicher eine Schreckschusswaffe und gab einen Schuss in die Luft ab. Folglich bedrohte er einen 16-Jährigen und einen 18-Jährigen (beides ebenfalls österreichische Staatsangehörige) durch Zielen bzw. Anvisieren mit der Schreckschusswaffe. Folglich ging der 16-Jährige auf den 17-Jährigen los, woraufhin eine körperliche Auseinandersetzung folgte. Im Zuge dieses Handgemenges wickelte ein beteiligter 18-jähriger Österreicher eine grobgliedrige Halskette um die Faust und schlug einem anderen 17-Jährigen (ebenfalls Österreicher) in das Gesicht, wodurch dieser schwere Gesichtsverletzungen erlitt und folglich in der Klinik Innsbruck behandelt werden musste. Ein 17-Jähriger Syrer zog schließlich ein Klappmesser um die rivalisierende Gruppe auf Abstand zu halten. Folglich konnte die aus vier Personen bestehende Gruppe (u.a. der 17-jährige Syrer und der 17-jährige Österreicher mit Schreckschusswaffe) flüchten. Im Zuge intensiver kriminalpolizeilicher Ermittlungen durch die Polizeiinspektion Schwaz, konnten alle Tatverdächtigen bzw. Beteiligten ausgeforscht und niederschriftlich einvernommen werden. Die Beschuldigten zeigten sich zu den Tatvorwürfen (u.a. Gefährliche Drohung und schwere Körperverletzung) vollumfänglich geständig. Bei zwei von der Staatsanwaltschaft Innsbruck angeordneten Hausdurchsuchungen, welche durch Beamte der Polizeiinspektionen Schwaz und Strass im Zillertal, sowie durch Kräfte der Schnellen Interventionsgruppe SIG und dem Einsatzkommando Cobra durchgeführt wurden, konnten unter anderem die Tatwaffen, Munition, sowie an der Tatörtlichkeit abgefeuerte Patronen aufgefunden und sichergestellt werden. Die Beschuldigten werden der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen mehrerer Delikte zur Anzeige gebracht. Zudem wurde gegen drei beteiligte Personen ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.


Presseaussendung
vom 25.05.2026, 20:30 Uhr

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