Schockanrufe: Wenn Angst und Zeitdruck zur Falle werden | Eine Information der Kriminalprävention

Presseaussendung der Polizei Tirol

Bei "Schockanrufen" geben sich Kriminelle als Polizisten, Ärzte, Staatsanwälte oder Bankmitarbeiter aus. Die Kriminellen schildern dramatische Szenarien – etwa schwere Verkehrsunfälle, drohende Haftstrafen oder medizinische Notfälle naher Angehöriger –, um ihre Opfer emotional massiv unter Druck zu setzen.

Durch Angst, Zeitdruck und die Forderung nach absoluter Verschwiegenheit werden Betroffene gezielt manipuliert. In vielen Fällen werden Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände gefordert und anschließend durch vermeintliche "Boten" abgeholt.
Die unmittelbar betroffene Zielgruppe sind überwiegend ältere Menschen über 60 Jahre, wobei Kriminelle dabei gezielt öffentlich zugängliche Daten nutzen und ihre Opfer oft nach vermeintlich altmodischen Vornamen aussuchen.

"Schockanrufe zählen zu den emotional belastendsten Betrugsformen. Die Kriminellen handeln professionell organisiert und nutzen gezielt die Sorge um Angehörige aus", betont Chefinspektor Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol.

Das Landeskriminalamt empfiehlt:
• Verdächtige Gespräche sofort beenden.
• Angehörige direkt kontaktieren und Informationen überprüfen.
• Sagen Sie niemanden etwas über Ihre finanziellen Verhältnisse.
• Niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.
• Warnhinweise von Bankmitarbeitern ernst nehmen.
• Im Zweifel sofort die Polizei unter 133 anrufen.


Presseaussendung
vom 10.09.2026, 10:54 Uhr

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