Mit der Vollinbetriebnahme des Sicherheitszentrum Tirol in Innsbruck sind 19 Organisationsteile der Landespolizeidirektion Tirol und des Innenministeriums sowie vier neue Einrichtungen von neun Standorten ab Oktober 2026 in der Kapuzinergasse 1 an einem Standort vereint. Über 900 Polizeibedienstete aus Exekutive und Verwaltung arbeiten hier unter modernen Bedingungen.
Von der Bündelung der Dienststellen profitieren auch die Bürgerinnen und Bürger. In der Bürgerservicestelle, bei der Sicherheits- und Verwaltungspolizei, der Fremden- und Grenzpolizei, beim Polizeiärztlichen Dienst sowie bei der Amtskassa werden täglich mehr als 200 Personen bei ihren behördlichen Anliegen betreut. Die zentrale Unterbringung erleichtert die Zusammenarbeit und schafft kurze Wege.
Im Rahmen einer Pressekonferenz am 20. Oktober 2026 im Sicherheitszentrum Tirol im "Saal der Bundespolizei" wurde vor zahlreichen lokalen Medienvertretern die Vollinbetriebnahme als historischer Meilenstein gewürdigt. Innenminister, Gerhard Karner Landeshauptmann Anton Mattle, Landespolizeidirektor Helmut Tomac und die CEO der Austrian Real Estate (ARE) Christine Dornaus informierten gemeinsam über das Projekt und seine Bedeutung für die Sicherheit in Tirol. Die Journalistinnen und Journalisten erhielten einen umfassenden Einblick in das Sicherheitszentrum und die dort angesiedelten Organisationseinheiten der Tiroler Polizei. Dabei wurden die Gebäude am neuen Standort, die Umsetzungsschritte des Bauprojekts sowie die vielfältige Nutzung vorgestellt. Anschließend erhielten die Medienvertreter bei einem Rundgang im Sicherheitszentrum, insbesondere bei der Bürgerservicestelle, im Cybercrime Trainingscenter (CCTC), bei der Landesleitzentrale (LLZ) und beim Einsatztrainingszentrum (ETZ), exklusive Einblicke in die moderne Infrastruktur.
Das von der ARE im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres errichtete Sicherheitszentrum Tirol in Innsbruck umfasst sieben Baukörper mit rund 56.500 Quadratmetern Nettoraumfläche. Das vom Wiener Architekturbüro Geiswinkler & Geiswinkler geplante Ensemble besteht aus fünf Neubauten sowie zwei generalsanierten und aufgestockten Bestandsgebäuden mit Gesamtbaukosten in der Höhe von ca. 160 Mio Euro.
Moderne Infrastruktur und nachhaltige Energieversorgung
Neben funktionalen Arbeits- und Trainingsbereichen bietet das Sicherheitszentrum Tirol moderne Einrichtungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Begrünte Dächer und Freiflächen, eine Photovoltaikanlage mit rund 250 kWp sowie die Nutzung von Fernwärme, Fernkälte und Grundwasser über Wärmepumpen tragen zu einem energieeffizienten Betrieb bei.
Cybercrime Trainingscenter Tirol nimmt Betrieb auf
Mit der Vollinbetriebnahme des Sicherheitszentrums Tirol hat auch das Cybercrime Trainingscenter Tirol (CCTC) beim Landeskriminalamt Tirol offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Die Grundausbildung vermittelt in sieben aufeinander abgestimmten Modulen die technischen und methodischen Grundlagen moderner Ermittlungsarbeit. Von Hardware, Software, IP-Adressen und Netzwerkstrukturen bis hin zur operativen Auswertung digitaler Spuren mit behördeninternen BMI-Tools werden die Polizistinnen und Polizisten gezielt auf die Herausforderungen der digitalen Kriminalitätsbekämpfung vorbereitet.
Mit dem Sicherheitszentrum Tirol ist ein zentraler Standort für die Tiroler Polizei inmitten von Innsbruck geschaffen worden, der moderne Arbeitsbedingungen und effiziente Zusammenarbeit für die dort arbeitenden Polizeibediensteten und verschiedenen Organisationseinheiten sowie einen bürgernahen Service für die Bevölkerung in sich vereint. Mit der Eröffnungsfeier im Frühjahr 2027 wird das Sicherheitszentrum Tirol auch offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Artikel Nr: 468121
vom Mittwoch,
21.Oktober 2026,
09:41 Uhr.
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