Neuer Alpiner Landesausbildungsleiter bei der Tiroler Polizei
Erste weibliche Leitung einer Alpinen Einsatzgruppe in Österreich
Mit 1. Juli 2026 wurde Chefinspektor Daniel Kölli zum neuen Hauptsachbearbeiter Alpin (Landesausbildungsleiter) bei der Tiroler Polizei ernannt. Gleichzeitig wurde Abteilungsinspektorin Verena Egartner zur neuen Leiterin der Alpinen Einsatzgruppe Innsbruck bestellt.
Der Landespolizeidirektor HR Mag. Helmut Tomac nahm am 13. Juli 2026 im Beisein des Leiters des Geschäftsbereiches A, Strategie und Einsatz Generalmajor Johannes Strobl BA, des Leiters der Einsatzabteilung, Oberst Erich Lettenbichler, sowie Hauptmann Christina Prantner BA vom Bezirkspolizeikommando Innsbruck die Ausfolgung der Bestellungsdekrete vor und gratulierte den beiden Polizeibediensteten zu ihren neuen und verantwortungsvollen Führungsaufgaben.
Laufbahn von Chefinspektor Daniel Kölli:
Chefinspektor Daniel Kölli begann im September 2007 seine Ausbildung im BZS Absam/Wiesenhof (GAL 06/07) und versah ab September 2009 seinen Dienst auf der PI Hall i.T. als eingeteilter Beamter, wobei er in der Ereignis- und Verkehrsdienstgruppe tätig war. Nach seiner Ausbildung zum dienstführenden Wachebeamten wurde er im Mai 2018 als Sachbearbeiter auf der PI Hall i.T. in Verwendung genommen. Dort wechselte er in die Kriminaldienstgruppe, deren Leitung er im Februar 2019 übernahm. Während seiner Dienstzeit absolvierte Chefinspektor Kölli zahlreiche Ausbildungen zu Sonderverwendungen. So ist er ausgebildeter Tatortbeamter, Verkehrserzieher, Sportwart, Polizei-Bergführer und Flight Operator. Im September 2022 erfolgte seine Ernennung zum 1. Stellvertreter des Inspektionskommandanten der PI Rum und er leitete diese Dienststelle bis zur Installation des Dienstführungsverbundes Hall/Rum im Oktober 2023. Im Dienstführungsverbund Hall/Rum war der Beamte bis zu seiner Bestellung als AEG-Leiter primär für die Agenden der PI Rum zuständig, aber auch wieder in die Dienstführungsagenden der PI Hall eingebunden. Am 1. November 2024 erfolgte schließlich seine Ernennung zum Leiter der Alpinen Einsatzgruppe Innsbruck.
Chefinspektor Daniel Kölli folgte als Hauptsachbearbeiter Alpin bei der Tiroler Polizei Chefinspektor Franz Markart nach, der mit Ablauf des 30. Juni 2026 in den Ruhestand trat.
Laufbahn von Abteilungsinspektorin Verena Egartner:
Verena EGARTNER begann ihre polizeiliche Ausbildung im September 2006 am Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BZS) Absam/Wiesenhof. Nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung erfolgte im September 2008 ihre Verwendung als eingeteilte Beamtin auf der Polizeiinspektion St. Anton a.A. Nach Absolvierung des Grundausbildungslehrganges für dienstführende Beamtinnen und Beamte in den Jahren 2017/2018 kehrte sie zur Polizeiinspektion St. Anton a.A. zurück und ist dort seither als Sachbearbeiterin tätig. Bereits seit dem Jahr 2009 ist Verena Egartner Mitglied der Alpinen Einsatzgruppe. Im Jahr 2018 schloss sie die Ausbildung zur Polizeibergführerin erfolgreich ab und absolvierte in weiterer Folge auch die Ausbildung zur staatlich geprüften Berg- und Skiführerin. Im Laufe ihrer dienstlichen Laufbahn absolvierte die Beamtin zahlreiche weitere Spezialausbildungen. So war sie mehrfach bei bilateralen Auslandseinsätzen sowie bei FRONTEX Missionen als Border and Coast Guard eingesetzt. Seit 2020 ist Egartner auch als Bundesausbildnerin bei alpinen Aus- und Fortbildungen tätig.
Abteilungsinspektorin Verena Egartner ist österreichweit die erste Frau an der Spitze einer alpinen Einsatzgruppe bei der Polizei. Sie folgt als Leiterin der Alpinen Einsatzgruppe Innsbruck Chefinspektor Daniel Kölli nach, der mit selbem Datum zum neuen Hauptsachbearbeiter (Landesausbildungsleiter) der Tiroler Alpinpolizei bestellt wurde.
Die Tiroler Alpinpolizei im Überblick:
• In Tirol verrichten ca. 150 Alpinpolizistinnen und Alpinpolizisten in acht alpinen Einsatzgruppen Alpindienst. (24 staatlich geprüfte Polizeiberg- und Polizeischiführer, 32 Hochalpinistinnen und Hochalpinisten, 43 Alpinistinnen und Alpinisten sowie 47 Alpinistinnen und Alpinisten – Piste)
• Organisatorisch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ausnahme der Alpinen Einsatzgruppenleiterin und Einsatzgruppenleiter in den allgemeinen polizeilichen Regeldienst integriert und werden bei Bedarf zu exekutivdienstlichen Aufgaben im alpinen Gelände herangezogen.
• Von der Alpinpolizei werden auch die Flugretterinnen und Flugretter (Flight Operator) für die Flugpolizei gestellt. (Im Alpinjahr 2024/25 wurden von den zehn Flight Operatoren 446 Einsätze durchgeführt.)
• Im Jahr 2025 war die Alpinpolizei insgesamt 57.774 Stunden im Einsatz. Das bedeutet ein Plus von 5 % zum Vorjahr.
• Die Zahl der gesamten Alpinunfälle hat sich von 9.492 auf 10.983 Alpinunfälle erhöht. In Tirol wurden das erste Mal über 5.000 (5.062) Alpinereignisse aufgenommen.
• In der Saison 2024/25 ereigneten sich im Bundesland Tirol im Vergleich zu den anderen Bundesländern wie in den vergangenen Jahren ca. 50 % der gesamten Alpinunfälle in Österreich.
Artikel Nr: 463463
vom Dienstag,
21.Juli 2026,
08:41 Uhr.
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