Obergroßau. – Ein 42-Jähriger steht im Verdacht, Samstagnachmittag, 20. Juni 2026, seine 41-jährige Partnerin und deren 14-jährigen Sohn mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Danach fügte er sich selbst lebensbedrohliche Verletzungen zu.
Gegen 16:40 Uhr wurde die Polizei verständigt, dass in Obergroßau offenbar ein Mann mit einem Messer mehrere Personen attackiere. Sofort wurde ein polizeilicher Großeinsatz unter Einbeziehung zahlreicher Streifen ausgelöst.
Derzeitiger Ermittlungsstand
Die 16-jährige Tochter der 41-Jährigen hatte Passanten im Bereich Obergroßau angehalten und mitgeteilt, dass ihr Stiefvater ihre Mutter und ihren Bruder mit einem Messer attackiere. Sie selbst sei unverletzt. Die Zeugen nahmen daraufhin wahr, wie ein Mann eine Frau und einen jungen Burschen auf der Terrasse bzw. im Hof des Einfamilienhauses tatsächlich offenbar mit einem Messer attackierte. Die Zeugen verständigten sofort die Polizei per Notruf. Zahlreiche Polizeistreifen aus der Umgebung sowie eine Streife der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) fuhren zum Tatort zu. Die 41-Jährige und deren 14-jähriger Sohn konnten selbst aus dem Haus flüchten und wurden von den Zeugen erstversorgt.
Da zunächst unklar war, ob sich der Tatverdächtige noch im Haus befindet, drangen die Beamten der SIG in das Haus ein und durchsuchten dieses. Sie fanden den 42-jährigen Tatverdächtigen in einem Zimmer lebensbedrohlich verletzt vor und leisteten Erste Hilfe. Offenbar hatte er sich selbst schwere Stich- und Schnittverletzungen zugefügt. Die Verletzten wurden sofort in Krankenhäuser eingeliefert. Die 41-Jährige hatte schwere, ihr Sohn leichte Stich- und Schnittverletzungen erlitten (beide außer Lebensgefahr).
Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen. Die Motivlage ist derzeit noch unklar.
Presseaussendung
vom 21.06.2026, 05:54 Uhr
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