Innenminister Gerhard Karner nahm am 27. und 28. April 2026 am Treffen der deutschsprachigen Innenminister in Luxemburg teil. Im Fokus stand die konsequente Umsetzung des europäischen Asylpakts.
Im Rahmen des Treffens in Luxemburg gab es weitere Gespräche zu Asylverfahren und Rückkehrzentren in Staaten außerhalb Europas, unter anderem mit dem deutschem Innenminister Alexander Dobrindt. "Der Asylpakt ist notwendig und richtig, wird aber nicht alle Probleme sofort lösen", sagte Karner. "Daher sind Rückkehrzentren und Asylverfahren außerhalb Europas ein weiterer wesentlicher Schritt, um Europa sicher und widerstandsfähig zu machen."
Die Gruppe der Umsetzer – bestehend aus Deutschland, Griechenland, Niederlande, Dänemark und Österreich – hat einen konkreten Plan zur Umsetzung von Asylverfahren und Rückkehrzentren außerhalb Europas gefasst und arbeitet an der konkreten Umsetzung. Dazu gehören unter anderem bilaterale Gespräche mit in Frage kommenden Ländern.
Rückkehrzentren sollen die Möglichkeit schaffen, Personen ohne Bleiberecht in Österreich und Europa abzuschieben, die nicht direkt in deren Herkunftsländer gebracht werden können. Ziel ist es, diese Personen dafür zuerst in Rückkehrzentren in ihrer Heimatregion zu bringen.
Organisierte Kriminalität und Drogenkriminalität gemeinsam bekämpfen
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität und den internationalen Drogenhandel. Geplant ist ein Rechtsakt, der die Rolle von Europol als zentrale Informationsdrehscheibe und für den Datenaustausch festigen soll, um die bereits sehr gute kriminalpolizeiliche Zusammenarbeit der deutschsprachigen Länder weiter zu stärken.
Im Fokus standen auch Kontrollen der großen europäischen Meereshäfen und Flusshäfen in Binnenländern sowie die Bekämpfung der Drogenzustellung an Konsumenten durch Paketdienste.
Darüber hinaus wurden auch Strategien zur Bekämpfung von Cyberkriminalität und Jugendkriminalität diskutiert. Kriminelle Netzwerke nutzen zunehmend das Internet, um insbesondere junge Menschen, aber auch Asylwerberinnen und -werber, für illegale Aktivitäten anzuwerben.
Artikel Nr: 460038
vom Dienstag,
28.April 2026,
11:54 Uhr.
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