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Betrug durch Computersperre

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© Landespolizeikommando Burgenland

Das Bundeskriminalamt warnt vor einer vermeintlich von der Polizei verschickten Schadsoftware, die die Computersysteme von Benutzern auf Grund von angeblich kriminellen Handlungen sperrt und diese auffordert, für die Freigabe Geld zu überweisen.

Die Schadsoftware, die als "Polizei-Virus" bekannt ist, gibt vor, dass sie von der Bundespolizei oder dem Bundeskriminalamt stammt. Sie wird beim Surfen auf manipulierten Webseiten automatisch und ohne Zutun des Benutzers heruntergeladen und installiert sich selbstständig auf dem Computer. Nach dem Neustart des Betriebssystems öffnet sich laut Bundeskriminalamt eine vorgeschaltene Seite mit einem Text. Darin wird behauptet, dass der Computer an strafbaren Handlungen beteiligt war. Der Rechner sei daher gesperrt worden. Der Computernutzer wird aufgefordert, für die Freischaltung der gesperrten Systeme Geld via uKash oder Paysafe zu überweisen. Auch wenn das System nach Bezahlung wieder freigeschalten wird, kann es jederzeit wieder zu einer Sperre kommen, wenn die Schadsoftware nicht entfernt wird.

Aktuelle weitere Varianten einer vergleichbaren Schadsoftware geben vor, dass das System mit einem Virus befallen ist und deshalb aus Sicherheitsgründen Funktionen wie der Internetzugang und das aktuelle Virenschutzprogramm gesperrt wurden. Für die Aktivierung einer systemeigenen Virenschutzsoftware, der Bereinigung des Systems und der Freischaltung des Internetzuganges mittels zwölfstelligem Code wird ebenfalls eine Bezahlung in Form einer Kreditkartenüberweisung gefordert.

Die Polizei rät, in keinem Falle Geld zu überweisen, da weder Polizei, Justiz, Finanz noch seriöse Unternehmen auf diese Art und Weise Geld fordern. Für die Entfernung der Schadsoftware gibt es Tipps im Internet, die es auch ungeübteren Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, die Schadsoftware ohne Verlust der Benutzerdaten und ohne Neuinstallation des Betriebssystems zu entfernen. Hilfreiche Tipps zur Entfernung von Viren finden Sie auch in Online-Zeitschriften.

So schützen Sie Ihren PC vor dem Polizei-Virus:
• Systemupdates durchführen, Firewall und Virenschutz installieren und aktuell halten,
• Programmupdates von einschlägigen Programmen wie Adobe Flash Player und Java durchführen,
• verdächtige und bzw. unbekannte Mails löschen ohne zuvor darin enthaltene Links anzuklicken oder Anlagen zu öffnen.

Weitere Informationen:
www.botfrei.de
www.bka-trojaner.de

Artikel Nr: 150385
vom Montag,  27.Februar 2012,  14:16 Uhr.

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BM.I – HEUTE


Einsatztraining bei der Polizei

Journalistinnen und Journalisten konnten hinter die Kulissen des polizeilichen Einsatztrainings blicken.

© BMI / Egon Weissheimer Abdruck honorarfrei

Bundeseinsatztrainer Martin Hollunder-Hollunder präsentierte am 16. April 2015 Journalistinnen und Journalisten das Einsatztraining der Polizei. Über Besonderheiten beim Einschreiten gegen psychisch erkrankte, alkohol- oder drogenbeeinträchtigte Menschen informierte Dr. Walter North. Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien hatten die Möglichkeit, selbst diverse Szenarien zu durchlaufen.

INTERNATIONALES & EU


EU-Sondertreffen in Brüssel

"Menschen, die vor Verfolgung flüchten und Schutz brauchen, müssen eine Möglichkeit haben, lebend nach Europa zu kommen", sagte Innenministerin Mikl-Leitner.

© Europäische Union

Nach dem bisher größten Flüchtlingsunglück im Mittelmeer fand am 20. April 2015 ein Sondertreffen der EU-Innen- und Außenminister in Brüssel statt. Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner forderte dabei die Eröffnung legaler Wege nach Europa, wie es das österreichische „Save-Lives“-Projekt vorsieht.