STEIERMARK

„Bezness"– das Geschäft mit Touristinnen

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© LPD Maximilian Ulrich

Sommer, Sonne, tolle Strände, große Gefühle – was so traumhaft klingt, wird für immer mehr Touristinnen zum Albtraum. Die Liebesbetrüger oder „Beznesser“ warten schon längst im Urlaubsland auf die ahnungslosen Frauen. Die Betrüger wollen nur das Geld ihrer Opfer oder durch Heirat in den Westen gelangen.

Bezness ist das Geschäft mit der vorgespielten Liebe und ist in den meisten Fällen der systematische, oft gut organisierte, interkulturelle Heiratsschwindel und hat nichts mit Sextourismus zu tun. Bezness ist ein "Geschäft", bei dem jeder der Beteiligten zunächst einen Vorteil hat. Die Frau erhält einen Liebhaber und der Mann im Gegenzug Geld oder ein Visum in den Westen. Jährlich ergaunern Betrüger, die aus den orientalischen und afrikanischen Ländern stammen, so Millionen.

Viele Beznesser, die durch Heirat mit einer Urlaubsbekanntschaft nach Europa kommen, wollen später nicht im Land bleiben. Nicht wenige entführen dann die gemeinsamen Kinder in ihr Heimatland. Die Mütter haben aber in den Ländern der Väter keine Rechte und es ist für sie fast unmöglich, ihre Kinder wieder legal zu sich zu holen.

Wie gehen die Betrüger vor?

Die bevorzugten Opfer müssen über genügend Geld verfügen und Single, geschieden oder verwitwet sein. Aber auch allein reisende, verheiratete Frauen zählen zu den Opfern. Die Täter kommen als Kellner, Animateure, Rezeptionisten oder Taxilenker mit den Touristinnen in Kontakt. Beznesser kommen schnell zur Sache und das in jeder Hinsicht. Ist einmal eine Vertrauensbasis geschaffen, schnappt die "Liebsfalle" zu.

Wieso fallen Touristinnen immer wieder auf vorgegaukelte Liebe herein?

Die meisten weiblichen Opfer sind um die 40 oder älter und die Täter flirten ungeniert. Das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, ständige Aufmerksamkeit zu haben und Komplimente zu hören machen Frauen oft sehr empfänglich und schaltet den Verstand aus. Bald kommen zum Verliebtsein die ersten Geld- oder Sachforderungen der Beznesser, die oft Heiratsabsichten bekunden.

Wie können sich Frauen schützen?

• Bei jeder Beziehung schon zu Beginn den Personalausweis zeigen lassen.

• Männer meiden, die wesentlich jünger als man selbst ist und sich eindeutig und "schnell" an einen heranmachen.

• Niemals über die persönliche Gehalts- oder Vermögenssituation reden.

• Gute Beziehung zur eigenen Familie hervorheben.

• Dem Gesprächspartner auf keinen Fall eine spätere Absicht zur Eheschließung zu erkennen geben.

• Die Landessprache lernen, um die Gespräche des "Beznesser" mit Freunden oder Verwandten mitverfolgen zu können.

• Sobald finanzielle oder materielle Forderungen gestellt werden, den Kontakt sofort abbrechen.

• Nicht vor einem Treuetest zurückschrecken. Zwar kostet die Beauftragung einer guten Agentur für den Test Geld, doch er ist wesentlich billiger als eine teure Beziehung zu einem "Beznesser." Vor allem schützt ein solcher Test auch vor späteren emotionalen Folgen.

Weitere Informationen zum Thema:

Landeskriminalamt Steiermark
Kriminalprävention
Straßganger Straße 280
8052 Graz

Tel.: 059133/60/3750
E-Mail: LPD-ST-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at

Artikel Nr: 263482
vom Dienstag,  27.Juni 2017,  08:00 Uhr.

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BM.I – HEUTE


Bilder der Woche

Am 17. Jänner traf sich Innenminister Kickl mit dem Geschäftsträger der US-Botschaft, Eugene Young, zu einem Arbeitsgespräch im Innenministerium.

© BMI/Alexander Tuma

Innenminister Herbert Kickl traf sich mit dem ungarischen Botschafter Janos Perenyi, mit der slowenischen Botschafterin Ksenija Skrilec, dem Geschäftsträger der US-Botschaft, Eugene Young, sowie mit dem VwGH-Präsidenten Rudolf Thienel zu Arbeitsgesprächen. Staatssekretärin Karoline Edtstadler lud den EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, sowie den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, zu Arbeitsgesprächen ins Innenministerium.

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Gespräche mit Sicherheitspartner Ungarn

Innenminister Herbert Kickl empfing den ungarischen Botschafter János Perény

© BMI/Gerd Pachauer

Europäische Werte und Ziele, Migration und Grenzschutz waren die zentralen Themen des Treffens zwischen Innenminister Herbert Kickl und dem ungarischen Botschafter János Perény am 15. Jänner 2018 in Wien. Generaldirektorin Michaela Kardeis führte am 17. Jänner 2018 ein Arbeitsgespräch mit dem ungarischen Landespolizeipräsidenten Károly Papp.