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Einbrüche haben Saison

Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher hereinbricht, steigt das Risiko für Dämmerungseinbrüche. Die Polizei geht mit Maßnahmen dagegen vor und warnt vor möglichen Gefahren.

In den Herbst- und Wintermonaten von November bis März steigt die Zahl der Dämmerungseinbrüche. Kriminelle nutzen die früher einbrechende Dunkelheit aus, um sich Zugang zu Häuser und Wohnungen zu verschaffen – besonders dann, wenn keine Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind oder Zeichen der Abwesenheit sichtbar sind.
Die Einbrüche passieren häufig zwischen 16 und 21 Uhr, zumeist freitags oder samstags, wenn die Täter annehmen, dass niemand zu Hause ist. Zumeist geraten Objekte ins Visier der Kriminellen, die in der Nähe von Hauptverkehrsrouten liegen und von wo die Täter rasch flüchten können – ebenso Siedlungsgebiete mit schwer einsehbaren Wohnungen. Die Täter nutzen dabei jede Möglichkeit, um in das Objekt zu gelangen und zwängen Terrassentüren Fenster oder Kellerzugänge auf.

Erfolgreiche Maßnahmen
2014 wurde erstmals ein breit angelegtes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Dämmerungseinbrüche geschnürt, was zu einem kontinuierlichen Rückgang der Fallzahlen führte. Dieses Paket bestand aus Analyse, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit sowie verstärkten Präventionsmaßnahmen. Seitdem werden jährlich aufgrund der gewonnen Erkenntnisse Feinabstimmungen an den Maßnahmen vorgenommen. In der Saison von November 2019 bis Anfang Februar 2020 wurden 1.111 Anzeigen gemeldet, was einem Rückgang von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht (2018/19: 1.202 Anzeigen).

Spurensicherung und Prävention
Das Bundeskriminalamt (BK) analysiert tagesaktuell auftretende Hotspots. Diese Analysen werden den Landespolizeidirektionen zur Verfügung gestellt, die darauf aufbauend auf verstärkte Streifentätigkeit oder Ermittlungen setzen. Die Einführung der temporären Ermittlungsgruppen und eine Verbesserung des Streifenkonzepts in Wien hat dazu geführt, dass Hotspot-Gebiete wesentlich früher erkannt und entschärft wurden. Dies führte zu einer deutlichen Entlastung einzelner Siedlungsgebiete.

Saison 2020/21
Auch in der kommenden Saison wird der Schwerpunkt in der Prävention, den Ermittlungen und der Tatortarbeit liegen. Ein wichtiger Punkt der Präventionsarbeit ist, die Bevölkerung nicht nur zu mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit aufzurufen, sondern auch zu mehr Wahrnehmungsmeldungen zu bewegen, denn nur durch die Mithilfe der Bevölkerung können Delikte verhindert, Kriminelle gestoppt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Aus der Vergangenheit lernen
Um den kontinuierlichen Fortschritt bei der Bekämpfung von Einbrüchen konsequent zu steigern, wurden durch das Bundeskriminalamt anhand der Analyse von den Zahlen der vergangenen Jahre bundesweite Hotspots festgelegt. Für diese Hotspots gibt es gezielte Maßnahmen, welche sich zum einen für die Bevölkerung sichtbar in Form von mehr Information durch Plakate oder durch die Bestreifung mit Dienstfahrzeugen zeigen werden. Zum anderen, also nicht sichtbar für die Bevölkerung, werden zusätzliche zivile Bestreifungen stattfinden.

Die Gegenwart miteinbeziehen
Ein wichtiger Aspekt ist jedoch nicht nur aus den vergangenen Jahren zu lernen, sondern auch die aktuellen Entwicklungen genau im Auge zu behalten. So wurde ein Konzept erstellt, welches eine rasche Beurteilung von neuen Hotspots und Trendentwicklungen zulässt. Dank dieser Vorgehensweise kann mit den dementsprechenden Maßnahmen tagesaktuell und gezielt reagiert werden.

Melden Sie Auffälligkeiten
Einen wichtigen Faktor zur Bekämpfung der Dämmerungseinbrüche stellt die Aufmerksamkeit der Bevölkerung dar. Bei auftretenden Unregelmäßigkeiten in der Umgebung oder verdächtigen Wahrnehmungen sollte immer umgehend die Polizei in Kenntnis gesetzt werden. Durch rasche und vor allem zeitnahe Meldungen kann den Tätern präventiv entgegengewirkt werden.

Tipps der Polizei
• Fenster schließen und Terrassen- und Balkontüren versperren, auch wenn man nur kurz weggeht.
• Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder für die Innen- und Außenbeleuchtung verwenden.
• Durch eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe können Einbrüche verhindert werden.
• Verdächtiges der Polizei melden.
• "Einstiegshilfen" wie Leitern oder Sessel, die Einbrecher leicht nützen können, um in das Objekt zu gelangen, unbedingt wegräumen.
• Sichtschutz vermeiden, der dem Täter ein ungestörtes Einbrechen ermöglicht.
• Terrassentüren sichern und nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen lassen.

Tipps bei anwesendem Täter
• Den Eindruck erwecken, dass man nicht allein ist, indem man einen Namen ruft – zum Beispiel: "Helmut, hörst Du das?"
• Licht aufdrehen.
• Dem Täter die Flucht ermöglichen, sich ihm nicht in den Weg stellen.
• Sich möglichst viele Details vom Erscheinungsbild des Täters einprägen.
• Die Polizei unter 133 rufen und bekannt geben, wie viele Täter es waren und in welche Richtung sie geflüchtet sind. Halten Sie die telefonische Verbindung mit der Polizei.

Nach dem Einbruch
• Ruhe bewahren und die Polizei unter 133 anrufen. Telefonische Verbindung mit der Polizei halten und den Instruktionen folgen.
• Verändern Sie nichts und berühren Sie keine Gegenstände.

Weitere Tipps finden Sie unter https://bundeskriminalamt.at/202/Eigentum_schuetzen/start.aspx.

Artikel Nr: 351057
vom Freitag,  23.Oktober 2020,  10:04 Uhr.

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