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Lebensrettung in Tulln

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RevInsp Andreas Röhrbacher, Insp Benjamin Gerstl und Bezirkspolizeikommandantin Obstlt Sonja Fiegl, BA (im Hintergrund die Rosenbrücke)
© NÖN Tulln

RevInsp Andreas Röhrbacher und Insp Benjamin Gerstl der Polizeiinspektion Tulln verhinderten am 7. Dezember 2019, um 05.40 Uhr infolge ihres raschen und zielgerichteten Einschreitens einen Suizidversuch eines 30-Jährigen aus dem Bezirk Tulln durch einen beabsichtigten Sprung von der Rosenbrücke (Donaubrücke) in die Donau.

Der 30-Jährige war vor dem Eintreffen der Polizisten über die beiden Geländer der Rosenbrücke (Donaubrücke) in Tulln geklettert und wollte in die Donau springen. Er saß dabei bereits an der Kante der Brücke.


Die beiden Polizisten verwickelten den 30-Jährigen in ein Gespräch und konnten ihn so vorerst vom Springen abhalten. Während dieses Gesprächs kletterten die Beamten über das Geländer und zogen ihn in einem kurzen Augenblick der Unachtsamkeit zurück in Richtung Geländer. Ab diesem Zeitpunkt bestand auch für die beiden Beamten Lebensgefahr, weil sie mit voller Adjustierung (Einsatzgurt, ballistisches Gilet usw) am Rand der Brücke unter Anwendung von Körperkraft verhinderten, dass sich der 30-Jährige losreißt. Er leistete dabei massiven Widerstand und es gelang den Beamten nur mit Mühe, den 30-Jährigen am Geländer festzuhalten und zu fixieren. Erst nach Eintreffen einer zweiten Polizeistreife gelang es den vier Polizisten den 30-Jährigen zurück auf die Brücke hinter die beiden Geländer zu ziehen.


Die Landespolizeidirektion Niederösterreich spricht den beiden Beamten für die lebensrettenden Maßnahmen und für das mutige und entschlossene Einschreiten unter Einsatz des eigenen Lebens Dank und Anerkennung aus.


Autor: Baumschlager

Artikel Nr: 336088
vom Montag,  23.Dezember 2019,  09:58 Uhr.

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