Weniger Kriminalität, Aufklärung hoch

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Der Leiter des Landeskriminalamtes Gottlieb Türk, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß und der stv. Leiter der Landesverkehrsabteilung Hannes Micheler

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Gesamtkriminalität 2016-2025 ©  Polizei Kärnten

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Drogenanzeigen 2019-2025 ©  Polizei Kärnten

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Vertreter der Kärntner Medien ©  Polizei Kärnten

In Kärnten ging 2025 die Zahl der erstatteten Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Internetkriminalität, Eigentumsdelikte und Suchtmittelkriminalität sind rückläufig, die Zahl der angezeigten Gewalttaten ist leicht gestiegen. Die Internetkriminalität bleibt weiterhin eine große kriminalpolizeiliche Herausforderung, speziell der Bereich Cybercrime. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Kriminalpolizeilichen Anzeigenstatistik für Österreich.

2025 bearbeitete die Polizei in Kärnten insgesamt 25.532 Anzeigen. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2024 einen Rückgang von 3,3 Prozent bzw. ein Minus von 866 in absoluten Anzeigenzahlen. Die Aufklärungsquote blieb beinahe unverändert auf hohem Niveau und liegt mit 61,3 Prozent österreichweit über dem Durchschnitt.

Über die Tatverdächtigen
Insgesamt wurden 18.429 Tatverdächtige ausgeforscht, im Vergleich zu 2024 ist das ein Minus von 2,5 Prozent. Der Anteil der fremden Tatverdächtigen liegt bei 30,1 Prozent. In absoluten Zahlen sind das 5.544. Zu den häufigsten Herkunftsländern der Tatverdächtigen zählten 2025 Deutschland (765), Bosnien-Herzegowina (580), Rumänien (477), Slowenien (451) und Syrien (404).

Gestiegene Gewaltkriminalität bei hoher Aufklärungsquote in Kärnten
4.345 Gewaltdelikte wurden 2025 in Kärnten zur Anzeige gebracht. Das entspricht einer Zunahme um 2,7 Prozent zum Vorjahr. Die hohe Aufklärungsquote aus dem Jahr 2024 konnte dabei noch einmal auf 89,6 Prozent gesteigert werden. Die Gewalt in Privatsphäre ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. In Vergleich zu den letzten fünf Jahren zeigt die Trendlinie nach unten. Wurden 2021 noch 941 Delikte im Bereich Gewalt in der Privatsphäre zur Anzeige gebracht, waren es 2025 noch 856 .

Durch fremde Gewalt, wie zum Beispiel Widerstand gegen die Staatsgewalt bzw. tätlicher Angriff gegen einen Beamten wurden 53 Polizisten bzw. Polizistinnen verletzt. Zum Vergleich wurden 2024 und 2017 66 Polizisten im Dienst durch fremde Gewalt verletzt.

Eigentumsdelikte rückgängig
Es wurden 2025 5.849 Anzeigen wegen Eigentumsdelikten erstattet, das waren um 7,0 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Einbrüche in Wohnungen/Wohnhäuser sind im Jahr 2025 um 6,2 Prozent auf 293 Anzeigen gestiegen (2024: 276 Anzeigen).

Internetkriminalität
Die Zahl der angezeigten Delikte im Bereich der Internetkriminalität in Kärnten ist 2025 (3.100, 2024: 3.034) leicht um 2,1 Prozent gesunken. Dieser Deliktsbereich umfasst die Bereich Cybercrime, Erpressung im Internet und Internetbetrug. Eine deutliche Zunahme zeigte sich im Bereich Cybercrime im engeren Sinne, wo die Zahl der Anzeigen um 23,0 Prozent auf 733 Fälle angestiegen ist (2024: 596 Fälle). Einen deutlichen Rückgang mit minus 28,9 Prozent gibt es bei der Erpressung im Internet. Die Zahl der Anzeigen ging von 180 auf 128 Fälle zurück. Die Kärntner Polizei bearbeitete 2025 insgesamt 1.716 Internetbetrugsfälle, ein Minus von 5,0 Prozent im Vergleich zu 2024 (1.806).

Suchtmitteldelikte
2025 wurden in Kärnten 2.335 Anzeigen wegen Suchtmittelkriminalität erstattet, das bedeutet einen Rückgang von 12,7 Prozent (2024: 2.676).

Verkehr

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 136.488 (2024: 130.178) Alkoholkontrollen (Alkomattests, Alkovortests und ärztliche Untersuchungen) von der Kärntner Polizei vorgenommen. Das ist ein Plus von 6.310 Kontrollen gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Anzeigen wegen Alkohol am Steuer ist von 3.102 im Jahr 2024 um 7,9 Prozent auf 3.368 im Jahr 2025 gestiegen.
Einer der Kontrollschwerpunkte lag auch 2025 im Bereich der Drogenlenker. Im abgelaufenen Jahr wurden 481 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt. Dies bedeutet einen Anstieg um 50,8 Prozent (2024: 319).

Weitere Verkehrsdelikte
Der hohe Kontrolldruck auf Kärntens Straßen, unterstützt durch den Einsatz von Zivil-, Motorrad- und Radarstreifen, führte im Vorjahr zu einer deutlichen Steigerung der Anzeigen bezüglich Gurtenpflicht und Sicherheitsabstand. Eine Abnahme war hingegen bei Anzeigen zu Geschwindigkeitsübertretungen und Handyverbot am Steuer zu verzeichnen.

Im Detail:
• 501.589 Übertretungen wegen Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Dies ist eine Abnahme von 72.369 Übertretungen gegenüber 2024 (573.958)
• 5.861 Übertretungen wegen Missachtung der Gurtenpflicht. Das ergibt eine Zunahme um 352 Übertretungen gegenüber 2024 (5.509)
• 11.572 Anzeigen wegen Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes. Das entspricht einer Zunahme von 1.224 Anzeigen im Vergleich zu 2024 (10.348)
• 7.264 Übertretungen nach dem Handyverbot am Steuer bedeuten 556 Delikte weniger als 2024 (7.820)


Artikel Nr: 458923
vom Dienstag,  31.März 2026,  15:00 Uhr.

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