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Bombendrohungen: Verdächtiger gefasst

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Dank einer kriminalistischen Meisterleistung ist es in den Morgenstunden des 8. November gelungen, im Fall der Drohbriefe gegen den Bürgermeister der Marktgemeinde Arnoldstein und seine beiden Stellvertreter einen Tatverdächtigen festzunehmen. Akribische Tatortarbeit und eine Täteranalyse führten auf seine Spur. In seiner ersten Einvernahme zeigte sich der Mann geständig. Zu einem möglichen Motiv gibt es noch keine Angaben.

Am 9. Juli 2019 langte ein an den Bürgermeister von Arnoldstein und seine beiden Stellvertreter gerichteter Drohbrief am Gemeindeamt ein. In diesem Brief drohte ein vorerst unbekannter Täter sinngemäß mit einem Bombenanschlag bzw. einem Mordanschlag, wenn die drei genannten Mandatare nicht zurücktreten würden. Diese Drohung musste seitens der Polizei ernst genommen werden, weshalb das gesamte Gemeindeamt geräumt und von speziell ausgebildeten Polizisten unter Einbindung eines Sprengstoffspürhundes durchsucht wurde. Es wurde nichts gefunden, nach mehreren Stunden konnte der Amtsbetrieb wieder aufgenommen werden. Diese schriftlichen Drohungen wiederholten sich in den folgenden Wochen, immer in einem Abstand von mehreren Tagen, insgesamt sechs Mal.

Der Bürgermeister ordnete in Absprache mit der Polizei diverse Sicherheitsmaßnahmen am Gemeindeamt an, wie etwa die Installation mehrerer Überwachungskameras, einer Einschränkung des Parteienverkehrs und einer Auslagerung der Postsendungen. Ihm wurde zudem ein Personenschutz angeraten und dieser wurde – zeitlich eingeschränkt auf seine öffentlichen Auftritte mit größeren Menschenansammlungen – von ihm auch angenommen.

Da kein Hinweis auf ein mögliches Motiv eruiert werden konnte, gestalteten sich die weiteren Ermittlungen ausgesprochen schwierig. Durch akribische Tatortarbeit und der Erstellung einer Täteranalyse konnten aber Indizien ermittelt werden, welche zu einem erweiterten Verdächtigenkreis führten. Nachdem mehr als 80 Personen intensiv überprüft wurden, zeigten sich erste Indizien zu einem konkreten Tatverdächtigen. Nach zahlreichen weiteren Befragungen, Einvernahmen und weiteren Erhebungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen diese Person so weit, dass die StA Klagenfurt eine Festnahme und Hausdurchsuchungsanordnung beantragte.

Heute um 05.30 Uhr wurde der Tatverdächtige, ein 57-jähriger Österreicher, in seinem Wohnhaus im Bezirk Villach-Land unter Einsatz des EKO Cobra festgenommen. Der allein in diesem Haus lebende Mann zeigte sich vorab von der Polizeipräsenz überrascht, versuchte sich dann aber gegen seine Festnahme zu wehren. Bei der nachfolgenden Durchsuchung seiner Wohnung wurde unter anderem eine Schreibmaschine gefunden, mit der vermutlich die Drohbriefe geschrieben wurden. Ein endgültiges Untersuchungsergebnis des Schriftbildes steht aber noch aus.

Der Tatverdächtige zeigte sich bei seiner ersten Einvernahme geständig. Diese Einvernahme wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, zu einem möglichen Motiv gibt es noch keine Erkenntnisse.

Artikel Nr: 333708
vom Freitag,  08.November 2019,  14:09 Uhr.

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BM.I – HEUTE


BBU-Geschäftsführung bestellt

Innenminister Wolfgang Peschorn unterzeichnete am 5. Dezember 2019 den Notariatsakt zur Errichtung der BBU.

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Innenminister Wolfgang Peschorn hat am 6. Dezember 2019 nach einer öffentlichen Interessentensuche Andreas Achrainer zum interimistischen Geschäftsführer der "Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen" (BBU) bestellt. Die Funktion ist mit maximal 24 Monaten zeitlich beschränkt.

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Notfallplan für neue Migrationskrise

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Der Innenminister erörterte mit seinen Amtskolleginnen und Amtskollegen des "Forums Salzburg", der Staaten des Westbalkans und aus dem Schengen-Raum bei der Forum-Salzburg Konferenz am 6. und 7. November 2019 im Innenministerium in Wien die zur Bewältigung der Migration entlang der Migrationsrouten erforderlichen Maßnahmen. Weiters stand im Mittelpunkt der Konferenz die Diskussion und Erarbeitung von Vorschlägen für ein zukünftiges gemeinsames europäisches Asyl- und Migrationssystem.