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Demenzfreundliche Dienststellen

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Offizielle Übergabe des Zertifikates durch Bezirkspolizeikommandant-Stv. Oberstleutnant Johann Schranzer
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Offizielle Übergabe des Zertifikates durch Bezirkspolizeikommandant Oberstleutnant Markus Fheodoroff
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Die Zahl der an Demenz erkrankten Personen steigt. In Österreich leben rund 115.000- 130.000 Menschen mit verschiedensten Formen dieser Krankheit. Die Initiative „Demenzfreundliche Dienststelle“ ist ein wichtigen Schritt im Umgang mit betroffenen Personen und deren Angehörigen. Die Polizeiinspektionen St. Paul im Lavanttal und Maria Saal wurden nun als „Demenzfreundliche Dienststelle“ zertifiziert. Damit finden sich im Bundesland bereits 11 Polizeiinspektionen mit diesem Gütesiegel.

Die Fahndung nach einem demenzkranken abgängigen Menschen gehört mittlerweile beinahe zum polizeilichen Alltag und bedeutet fast immer Lebensgefahr. Nicht selten werden diese Menschen desorientiert, verunsichert oder gar verängstigt aufgefunden. In solchen oder ähnlichen Situationen ist seitens der Einsatzkräfte besondere Handlungssicherheit gefragt, die Kommunikation mit den Erkrankten wird zur größten Herausforderung.

Dafür gibt es seitens des Innenministeriums eine besondere Initiative. In einer mehrmoduligen Schulung werden interessierte Polizistinnen und Polizisten umfassend zum Thema Demenz informiert, sensibilisiert und letztlich abgeprüft. Alles freiwillig wohlgemerkt! Ganz anders die Situation beim Kärntner Polizeinachwuchs. Im Bildungszentrum Krumpendorf ist das Ausbildungsmodul "Einsatz Demenz" mittlerweile im Lehrplan der Grundausbildung fix verankert.

Zur Zertifizierung "Demenzfreundliche Dienststelle" ist die Donau Universität Krems berufen. Sie überprüft die Erfüllung der erforderlichen Kriterien und verleiht dieses Gütesiegel für die Dauer von drei Jahren. Nach Ablauf dieser Frist wird von dieser Universität überprüft, ob die Voraussetzungen noch gegeben sind, im positiven Fall wird die Zertifizierung für weitere drei Jahre verlängert.

"Demenzfreundliche Dienststelle" – was bedeutet das im polizeilichen Kontext? Das bedeutet einerseits, dass auf diesen Polizeiinspektionen zumindest 70% der Bediensteten die fachspezifische Schulung absolviert haben. Andererseits ist eine enge Vernetzung der Dienststelle mit sozialen Einrichtungen im Streifenbereich gegeben – etwa mit Pflege- oder Senioreneinrichtungen. Außerdem verfügt jede der Dienststellen über eine Ansprechperson für Anliegen zum Thema Demenz.

Vor Kurzem wurden zwei Polizeidienststellen, nämlich die Inspektion St. Paul im Lavanttal und die Inspektion Maria Saal, jeweils als "Demenzfreundliche Dienststelle" zertifiziert. Damit gibt es bereits 11 Polizeiinspektionen im Bundesland mit diesem Gütesiegel.

"Die einzige Konstante ist Veränderung" - dieses uralte Zitat des Philosophen Heraklit hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. In diesem Sinne ist die Polizei kontinuierlich bemüht, sich den wandelnden Gegebenheiten der Gesellschaft anzupassen. Dieser Prämisse folgend soll auch das Netz an "demenzfreundlichen Polizeidienststellen" Zug um Zug erweitert werden, um auch für diesen Bereich der Sicherheit bestmöglich gerüstet zu sein. Zum Wohle der an Demenz erkrankten Menschen, aber auch zum Wohle ihrer besorgten Angehörigen.

Artikel Nr: 358447
vom Donnerstag,  22.April 2021,  11:41 Uhr.

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BM.I – HEUTE


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