Unbekannte verleiteten Opfer zu Überweisungen

Stadt Linz

Ein Ehepaar aus Linz erstattete am 10. Jänner 2026 Anzeige bei einer Polizeiinspektion wegen eines Betruges. Der 81-jährige Ehemann gab gegenüber den Polizisten an, dass er über seinen PC einen Aufruf erhalten habe, wonach sein Computer infiziert sei. Der Pensionist sollte eine ausländische Nummer anrufen, damit die Viren entfernt werden könnten. Also wählte der Mann die Nummer und gewährte dem Unbekannten Zugriff auf sein Onlinebanking von zwei Konten. So kam es zu mehreren Abbuchungen mittels Sofortüberweisung auf italienische Konten. Die Ermittlungen laufen.

Die Kriminalprävention hat zu derartigen Fällen folgende Tipps:

Warnsignale
• Aufforderung ein Programm oder eine App zu installieren
• Unerwartete Cursorbewegungen
• Langsames oder nicht reagierendes Gerät
• Ungewöhnliche Netzwerkaktivität
• Phantombewegungen der Maus oder unerwartete Cursoraktivität

Wie kann ich mich schützen?
• Kein seriöses Unternehmen kontaktiert Sie und fragt Sie nach persönlichen Daten oder verlangt einen Fernzugriff – legen Sie auf!
• Kritisches Hinterfragen bei Anrufen von ausländischen Nummern.
• Werden Sie unter Druck gesetzt, beenden Sie schnellstmöglich das Gespräch.
• Vergessen Sie nicht, Ihre Programme regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen und nutzen Sie eine aktuelle Anti-Viren-Software.

Was, wenn es mal passiert ist?
• Haben Sie bereites eine Schadsoftware oder eine Fernwartungssoftware auf Ihrem Computer installiert, trennen Sie Ihren PC sofort vom Internet.
• Ändern Sie anschließend alle Passwörter und Zugangsdaten – vor allem Ihre Zugänge zu E-Mail-Konten, Online-Banking und Onlineshops.
• Informieren Sie sofort Ihre Bank, falls ungerechtfertigte Abbuchungen erfolgt sind.
• Sollte Ihnen ein Schaden entstanden sein, erstatten Sie Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion.

Weiterführende Links und Hinweise
• https://www.watchlist-internet.at/


Presseaussendung
vom 10.01.2026, 19:17 Uhr

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