Vier Jahre Schnelle Reaktionskräfte

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Die Einsatzgruppe Schnelle Reaktionskräfte (SRK) steht seit ihrer Gründung im Jahr 2021 für eine Professionalisierung bei schwierigen Einsätzen.

Aufgrund neuer Bedrohungslagen, wie etwa der Terroranschlag vom 2. November 2020 in Wien, erfolgte durch das Bundesministerium für Inneres der Umsetzungsauftrag zur Einrichtung der Schneller Reaktionskräfte im gesamten Bundesgebiet mit Ausnahme von Wien (WEGA).

Die SRK setzen sich aus zwei Bereichen zusammen:
Der erste Bereich ist die Schnelle Interventionsgruppe (SIG). Bei Einsätzen mit hohem Gefährdungspotenzial schützen besonders ausgebildete und ausgerüstete Exekutivbedienstete an einem Einsatzort ersteinschreitende Polizistinnen und Polizisten sowie Unbeteiligte, wenden Zwangsmittel an und beruhigen dynamische Einsatzlagen, bis eine Sondereinheit eintrifft.

Der zweite Bereich der SRK ist die ‚Bereitschaftseinheit‘ (BE). Die Aufgabe der Bereitschaftseinheit ist die bedarfsbezogene und kurzfristige Unterstützung des Exekutivdienstes. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Hot-Spot-Bereichen, Hilfs- und Suchaktionen und Alarmfahndungen.


Durch die 2021 geschaffenen Schnellen Reaktionskräfte wird eine Steigerung der Interventionsgeschwindigkeit erreicht. Sie sind eine zusätzliche Unterstützung für die tägliche polizeiliche Arbeit. Mithilfe der Schnellen Reaktionskräfte können schwierige Einsätze noch flexibler und professioneller bewältigt werden.


Beispiel eines Einsatzes der SRK:
Am 21.03.2025, gegen 22:30 Uhr bedrohte ein 28-jähriger Russe einen 27-jährigen Syrer mit einer Faustfeuerwaffe. Im Zuge dieser Drohung betätigte der Beschuldigte bei der geladenen Faustfeuerwaffe zweimal den Abzug, wobei sich trotz neuerlichem Ladeversuch vermutlich aus technischen Gründen der Waffe, kein Schuss löste. Der Beschuldigte flüchtete in Begleitung weiterer Personen in unbekannte Richtung. Im Zuge der Fahndung konnte eine SIG-Streife eine Personengruppe mit passender Personenbeschreibung in der Nähe des Lehener Parks wahrnehmen. Es erfolgte eine Personskontrolle, wobei der Beschuldigte versuchte, in eine Wohnsiedlung zu flüchten und sich der Tatwaffe zu entledigen. Der Beschuldigte konnte nach kurzer Flucht in dieser Wohnsiedlung versteckt aufgefunden bzw. festgenommen und die Schusswaffe sichergestellt werden.
Der Russe wurde wegen schwerer Nötigung und gefährlicher Drohung zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt.


Seit Implementierung der Schnellen Reaktionskräfte im September 2021 in Salzburg waren diese an 11.397 Einsätzen beteiligt. Sie führten 11.137 Identitätsfeststellungen und 262 Festnahmen durch. Zusätzlich erstatteten sie 3.871 Anzeigen und stellten 4.443 Organmandate aus.


Artikel Nr: 457583
vom Montag,  23.Februar 2026,  16:11 Uhr.

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Karner bei Sicherheitskonferenz

Symbolbild: Innenminister Karner bei Münchner Sicherheitskonferenz.

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Die Sicherheitskonferenz wurde für zahlreiche bilaterale Gespräche genutzt.


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ATLAS-Übung "The Allies 2026"

Die ATLAS-Einsatzübung fand am Gelände des Wiener Hafens statt.

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Europäische Spezialeinheiten übten in Wien für den Ernstfall.

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Alle Informationen zur Neuaufnahme befinden sich unter www.polizeikarriere.gv.at .