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Sicherstellung von Suchtmittel

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Sichergestelltes Suchtgift
© LPD Tirol

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Innerhalb von nicht einmal 2 Wochen konnten von Ermittlern des LKA Tirol in Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten zwei voneinander unabhängige große Ermittlungserfolge mit Sicherstellungen von Suchtgiften mit einem Straßenverkaufswert von insgesamt 1,13 Mio Euro. erzielt werden:

Drei Festnahmen und Sicherstellung von diversen Suchtmittel mit einem Straßenverkaufswert von ca. € 135.000,- im Bezirk Kitzbühel

Am 19. Juni 2020 wurden zwei Männer (ein 52-jähriger deutscher Stbg. und ein 42-jähriger österreichischer Stbg.) sowie eine 41-jährige Österreicherin in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt und der EKO Cobra wegen Verdachts des Suchtmittelhandels festgenommen. Die Ermittlungen in diesem Fall begannen bereits im Dezember 2019, da sich hier Hinweise ergaben, dass der 42-jährigen Beschuldigte Kokain in sehr hoher Qualität im Umlauf bringen würde. Sehr bald dehnte sich dieser Verdacht jedoch auch auf den im Bezirk Kitzbühel wohnhaften 52-jährigen Deutschen aus. Nachdem sich der Verdacht auf eine mögliche Suchtmittelbeschaffungsfahrt ergeben hat, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Festnahme der beiden Männer angeordnet, worauf am Abend des 19. Juni die Festnahme des 52-jährigen Hauptbeschuldigten nach der Rückkehr aus den Niederlanden in der Nähe seiner Wohnung durchgeführt und im Zuge dessen 1 kg Kokain mit einem Straßenverkaufswert von ca. € 100.000 ,- sichergestellt werden konnte. Der Beschuldigte versuchte sich der Festnahme durch die Polizei zu entziehen, in dem er mit seinem PKW die Flucht ergriff; dieser Versuch endete jedoch sehr rasch, da er dabei selbst sein Fahrzeug beschädigte und in Gewahrsam genommen werden konnte. Seine 41-jährige Lebensgefährtin wurde kurz darauf in der gemeinsamen Wohnung festgenommen. Bei der anschließend durchgeführten Hausdurchsuchung konnten noch weitere Suchtgifte (ca. 1.300 Stück Ecstasy-Tabletten, ca. 30 Gramm Heroin und 130 Gramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von insgesamt ca. € 35.500,- ) sowie Bargeld in der Höhe von ca. 33.000 € sichergestellt werden. Der zweite Beschuldigte (42-jähriger Österreicher) wurde schließlich im Bezirk Schwaz festgenommen, er zeigte sich bei seiner Vernehmung teilweise geständig. Über die beiden Männer wurde die U-Haft verhängt; die Beschuldigte, die jeden Tatzusammenhang bestritt, wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Drei Festnahmen und Sicherstellung von 100 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von ca. 1. Mio Euro im Bezirk Kufstein

Am 29. Juni 2020 wurde nach polizeilicher Beanstandung aufgrund technischer Mängel ein bulgarisches Sattelzugfahrzeug mit einem spanischen Anhänger bei einer LKW Werkstatt im Bezirk Kufstein eingestellt, wo er reparierte werden hätte sollen. Der LKW, der in Spanien beladen wurde und als Ziel Deutschland hatte, wurde abwechselnd von zwei Fahrern - einem 34-jährigen serbischen Stbg., und einem 48-jährigen rumänischen Stbg. – gelenkt sowie von einem PKW begleitet, dessen aus Litauen stammender 33-jähriger Lenker sich als Disponent einer Spedition ausgab.

In der Nacht vom 30. Juni auf den 01. Juli 2020 versuchte einer der beiden LKW-Lenker, aus dem, in einer Halle versperrten Anhänger, 2 Kartons abzuladen. Dies wurde jedoch von anwesenden Mitarbeitern bemerkt, worauf der betretene LKW-Fahrer die Kartons zurückließ und sofort - gemeinsam mit einem Kollegen - in einem PKW die Flucht ergriff. Die daraufhin verständigte Polizei konnte aber trotz einer eingeleiteten Sofortfahndung die beiden nicht mehr ausfindig machen. Im Rahmen der Nachschau beim abgestellten LKW fanden die Beamten der PI Wörgl insgesamt 34 Pakete Marihuana mit einem Gewicht von ca. je einem Kilogramm.

Am Vormittag des 1. Juli unterzogen Beamte des LKA Tirol und der PI Wörgl den Anhänger nochmalig einer intensiven Durchsuchung und der Spurensicherung, wobei schließlich in der sogenannten "Coil Mulde" (zusätzliche Ladefläche unter dem Holzboden des Anhängers), weitere 62 Pakete zu je ca. einem Kilogramm Marihuana vorgefunden wurden. Somit wurden insgesamt 96 Pakete mit einem Gesamtgewicht von etwas mehr als 100 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von ca. 1 Mio Euro sichergestellt.

Die weiteren Ermittlungen führten zur Ausforschung von insgesamt vier beteiligten Personen – die beiden LKW-Lenker, der aus Litauen stammende Begleiter sowie einem weiteren 32-jährigen serbischen Staatsangehörige. Dieser und der rumänische LKW-Lenker konnten einige Tage nach dem Suchtgiftfund noch in Österreich festgenommen werden; sie wurden schließlich aber wieder nach ihrer Vernehmung enthaftet, da sie glaubhaft darlegen konnten, vom versteckten Suchtmittel nichts gewusst zu haben. Der aus Litauen stammende Begleiter des LKW wurde auf Grund eines EU-Haftbefehls mittlerweile ebenfalls in der Ukraine festgenommen. Eine Befragung ist noch ausständig. Die weiteren Ermittlungen inklusive der Fahndung nach dem aus Serbien stammenden 34-jährigen LKW-Fahrer sind noch im Gange.

Artikel Nr: 345920
vom Dienstag,  21.Juli 2020,  08:23 Uhr.

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