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Schulbeginn in Tirol

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Kinder im Straßenverkehr. Die Polizei wird verstärkt Kontrollen durchführen um die Sicherheit am Schulweg zu steigern.
© LPD Tirol | Bernhard Gruber

In wenigen Tagen beginnt das neue Schuljahr – zur Steigerung der Verkehrssicherheit gehört auch die Schulwegsicherung!

Die Polizei wird auch heuer wieder zu Schulbeginn durch sichtbare Präsenz und Kontrollen besonders darauf achten, die Sicherheit auf Schulwegen weiter zu erhöhen.

Angesichts des bevorstehenden Schulbeginns in Tirol möchte die Tiroler Polizei an alle Autofahrerinnen und Autorfahrer appellieren, Rücksicht auf unsere Kinder im Straßenverkehr zu nehmen. Die Polizei wird auch heuer wieder zu Schulbeginn durch sichtbare Präsenz und Kontrollen besonders darauf achten, die Sicherheit auf Schulwegen weiter zu erhöhen.

19 verletzte Schulkinder auf dem Schulweg im Jahr 2020 in Tirol
Jedes Jahr verunglücken zahlreiche Kinder am Schulweg. So ereigneten sich 2020 in Tirol insgesamt 239 Unfälle mit Kindern (2019: 273 Unfälle) bei denen 254 Kinder verletzt wurden (2019: 281 verletzte Kinder), davon passierten 18 Unfälle auf dem Schulweg, 19 Schulkinder wurden dabei verletzt (im Jahr 2019 waren es 47 Schulwegunfälle mit 47 verletzten Schulkindern), dies bedeutet einen Rückgang um ca. 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Gegensatz zu 2019 war im Jahr 2020 in Tirol und auch österreichweit kein tödlich verunglücktes Kind am Schulweg zu beklagen (2019 in Tirol 1 getötetes Kind am Schulweg, österreichweit 4 getötete Schulkinder).

Prävention, Bewusstseinsbildung, Aufklärung
Neben den repressiven Maßnahmen durch die Polizei zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, stellen Prävention, Bewusstseinsbildung und Aufklärung wesentliche und wichtige Bestandteile der Tätigkeit der Exekutive dar. Der Schutz der Kinder – als schwächste Gruppe im Straßenverkehr – ist der Tiroler Polizei ein ganz besonderes Anliegen.

Die Polizei appelliert an alle Fahrzeuglenker, sich der großen Verantwortung gegenüber den Kindern im Straßenverkehr bewusst zu sein.
"Kinder handeln oft unvorhersehbar, laufen beispielsweise plötzlich über die Straße, weshalb sie vom srongVertrauensgrundsatz ausgenommen sind!"

Überwachungsmaßnahmen durch die Polizei
Kinder im Straßenverkehr bedürfen unserer ungeteilten Aufmerksamkeit. Daher wird die Tiroler Polizei speziell zu Beginn des neuen Schuljahres – aber auch in den Folgemonaten – eine Reihe von Maßnahmen setzen, die dazu beitragen sollen, die Sicherheit am Schulweg weiter zu steigern. Begleitend zur Verkehrserziehung wird es im Nahbereich von Schulen und Kindergärten neben der Schulwegsicherung auch entsprechende Verkehrskontrollen durch die Polizei geben.

Folgende Maßnahmen werden durch die Polizei schwerpunktmäßig durchgeführt:
Schulwegsicherung an besonders markanten Stellen und Kreuzungen
Kontrollen des Geschwindigkeitsverhaltens insbesondere im Nahbereich von Schulen und Kindergärten
• Überwachung der richtigen Kinderbeförderung und der Gurtanlegepflicht
• Kontrolle des richtigen Verhaltens der Fahrzeuglenker*innen im Bereich von Schul- und Schutzwegen

Der Nahbereich von Schulen und Kindergärten erfordert eine besonders vorsichtige und rücksichtsvolle Fahrweise jedes Einzelnen. Die Geschwindigkeit muss unbedingt reduziert und den Kindern jederzeit ein gefahrloses Überqueren der Straße ermöglicht werden. Auf diese Weise können alle zu noch mehr Sicherheit auf Tirols Schulwegen beitragen.

Verkehrserziehung und Radfahrprüfung
Die Verkehrserziehung – hier geht es um die Vorbereitung der Schüler auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr – nimmt einen ausgesprochen hohen Stellenwert ein. Jährlich erreichen die Verkehrserzieher der Tiroler Polizei – mit Ausnahme des Vorjahres infolge des Corona bedingten Lockdowns – an insgesamt ca. 400 Volksschulen etwa 20.000 Schüler. Mithilfe der "Verkehrserziehungstasche" lernen Kinder spielerisch, Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen und diese zu vermeiden. Ungefähr 7.000 Schüler absolvieren jährlich die Radfahrprüfung und haben dadurch die Möglichkeit erhalten, bereits ab dem 9. Lebensjahr eigenständig mit ihrem Fahrrad am Straßenverkehr teilzunehmen. Darüber hinaus werden im Rahmen der Verkehrssicherheitsberatung an Berufsschulen sowie höher bildenden Schulen (AHS und BHS) besonders sensible Themen wie z.B. Alkohol/Drogen im Straßenverkehr, Geschwindigkeitsexzesse, Risikobereitschaft, Mopedtuning, u.a. diskutiert. Informationsveranstaltungen bei Elternabenden und Besuche in Kindergärten komplettieren das umfangreiche Präventionsprogramm der Polizei im Verkehrsbereich.

Tipps für einen sicheren Schulweg:
• Erwachsene sind Vorbilder! Kinder orientieren sich an Eltern und andere Bezugspersonen, weshalb einem vorschriftenkonformen Verhalten besondere Bedeutung zukommt.
• Gehen Sie mit ihrem Kind bereits vor dem ersten Schultag den Schulweg ab. Der kürzeste Weg zur Schule ist dabei nicht immer der Sicherste. Oft sind kleine Umwege mit "Zebrastreifen" oder Ampeln sicherer.
• Trainieren Sie mit ihrem Kind das Verhalten beim Überqueren der Straße, am Bus und an der Bushaltestelle.
• Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man vor dem Überqueren einer Straße immer nach beiden Seiten schaut, bevor man losgeht. Wichtig ist es auch, dass während des Überquerens der Straße der Verkehr im Auge behalten wird.
• Zebrasteifen sind gefährlicher als man glaubt, weil es leider immer wieder vorkommt, dass Fahrzeuglenker sich nicht entsprechend verhalten. Machen Sie ihrem Kind klar, dass es in jedem Fall warten muss, bis alle Autos zur rechten und linken Seite angehalten haben, bevor es die Straße überqueren kann.
• Bedenken Sie, dass für den Transport von Kindern in Autos ein altersgerechter Kindersitz erforderlich ist. Kinder unbedingt anschnallen.
• Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr müssen beim Radfahren einen Radhelm tragen (Radhelmpflicht). Das gilt auch, wenn das Kind in einem Fahrradanhänger transportiert wird oder auf einem Fahrrad mitgeführt wird.
• Verzichten Sie nach Möglichkeit bei der Fahrt zur Schule bzw. zum Kindergarten auf das Telefonieren (auch mit Freisprecheinrichtung), um kein zusätzliches Risiko durch Ablenkung einzugehen.

Artikel Nr: 366141
vom Freitag,  10.September 2021,  12:20 Uhr.

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