Alpinunfall (Lawine) mit Verletzungs- und Todesfolge in Fiss

Presseaussendung der Polizei Tirol

Am 18.02.2026, gegen 11:00 Uhr, wurden drei Niederländer im Alter von 71 und 41 Jahren (Vater und Sohn) sowie 34 Jahren bei der Abfahrt mit Alpinschiern im freien, ungesicherten Schiraum im Schigebiet Fiss von einer Lawine erfasst, mitgerissen und verschüttet. Die drei lösten bei der Abfahrt auf der Nordseite des Schigebietes in Richtung "Lader Urgalpe" eine ca. 50 Meter breite Schneebrettlawine aus. Nur die zwei Jüngeren waren mit einem LVS-Gerät ausgestattet. Der 41-Jährige wurde teilverschüttet, er konnte sich selbst befreien und einen Notruf absetzen. Ihm gelang es, den vollständig verschütteten 34-Jährigen zu orten und auszugraben. Der 71-Jährige jedoch konnte erst nach ca. 1 Stunde von einem Lawinensuchhund ca. 300 Meter unterhalb des Lawinenabrisses in den Schneemassen aufgespürt und in der Folge von den Helfern ausgegraben werden. Nach ca. 20-minütigen Reanimationsmaßnahmen durch zwei Notärzte vor Ort konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Der Leichnam wurde mit dem Hubschrauber des Innenministeriums ins Tal geflogen. Mit Verletzungen unbestimmten Grades wurde der 41-Jährige mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Zams und der 34-Jährige von der Bergrettung zu einem Arzt ins Tal verbracht.

Im Einsatz standen:
- 3 Notarzthubschrauber
- 1 Hubschrauber des Innenministeriums
- Mitglieder der Bergrettung Fiss und Ried im Oberinntal
- 3 Lawinensuchhunde der Bergrettung Tirol
- Schilehrer der Schischulen, Ersthelfer
- 5 Alpinpolizisten der Alpinpolizei Bezirk Landeck
- 2 Polizeistreifen und 1 Tatortbeamter
- Pistenretter und Seilbahnmitarbeiter der Bergbahnen Fiss

Bearbeitende Dienststelle: PI Ried im Oberinntal
Tel. 059133 / 7147


Presseaussendung
vom 18.02.2026, 20:37 Uhr

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