Neues KSÖ-Präsidium präsentiert Sicherhe

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v.l.: Der Vorstandsvorsitzende der Tiroler Versicherung Franz Mair, Moser Holding-CEO Silvia Lieb und Landespolizeidirektor Helmut Tomac

Von der sicheren Nutzung von E-Scootern für Kinder, Social Media-Bewusstseinsbildung für Jugendliche, Cybercrime-Schutz für Firmen bis zur Aufklärung über Betrugsmaschen bei SeniorInnen: Das KSÖ Tirol startet mit umfassendem Programm ins neue Jahr.

Innsbruck, 30. Januar 2026 – Der Tiroler Landesklub des Kompetenzzentrums Sicheres Österreich (KSÖ) startet mit einem neu formierten Führungsteam und einem umfassenden Programm ins neue Jahr. Das Präsidium, das seit Anfang des Jahres durch Moser Holding-CEO Silvia Lieb verstärkt wurde und dem weiterhin auch Landespolizeidirektor Helmut Tomac und der Vorstandsvorsitzende der Tiroler Versicherung Franz Mair angehören, präsentierte zu Jahresbeginn eine Reihe von Initiativen für 2026. Diese stellen das Thema Sicherheit über alle Generationen hinweg und in vielen unterschiedlichen Aspekten in den Mittelpunkt.

"Der Erfolg des KSÖ Tirol basiert auf dem Schulterschluss aller Gesellschaftsbereiche. Unser ambitioniertes Jahresprogramm spiegelt das ambitionierte Netzwerk wider und beweist einmal mehr unsere Rolle als der aktivste Landesklub Österreichs", so die KSÖ-Präsidenten unisono.

Die Schwerpunkte für 2026 im Überblick
Das Jahresprogramm 2026 umfasst gezielte Projekte für alle Altersgruppen, von Volksschulkindern bis zu SeniorInnen und ihre Angehörigen, befasst sich aber auch mit der Bewusstseinsbildung für klein- und mittelständische Unternehmen und Betriebe in Sachen IT-Sicherheit.

1. Für Kinder (Volksschule): Sicherheit mit E-Scootern
Das Lenken von Elektro-Scootern ist Kindern ab dem 12. Lebensjahr (mit Radfahrprüfung ab dem 10. Lebensjahr) erlaubt. Verkehrsunfallanalysen weisen einen markanten Anstieg von Unfällen mit E-Scootern auf, wobei ein erheblicher Teil der E-Scooter-Verunglückten auf die Altersgruppe der 10 - 14 Jährigen fällt. "Kinder, die E-Scooter fahren, haben ein hohes Risiko für lebensbedrohliche Verkehrsunfälle", lautet der Titel einer wissenschaftlichen Untersuchung von Wiener Unfallchirurgen (MedUni Wien/AKH), die bereits vergangenes Jahr online und jetzt gedruckt in der Fachzeitschrift Pediatric Research erschienen ist.
Eine Entwicklung, der das KSÖ Tirol in enger Zusammenarbeit mit dem Land Tirol und der Tiroler Polizei 2026 durch gezielte Bewusstseinsbildung und sehr praxisnah entgegentreten will. Tirols Kinderpolizisten werden dieses Thema in allen Volksschulen Tirols in den Unterricht zur Radfahrprüfung aufnehmen. Durch Bereitstellung von E-Scootern durch das Land Tirol kann den SchülerInnen praxisnahe der richtige Umgang mit E-Scootern vermittelt werden.
Ergänzend dazu werden im Rahmen dieser Präventionsinitiative drei große Bezirksveranstaltungen (mit jeweils über 500 TeilnehmerInnnen) in Innsbruck, Schwaz und Imst durchgeführt. Die erste Veranstaltung findet im Rahmen der Frühjahrsmesse am 13. März 2026 statt.

2. Für Mittelschulen/Unterstufe: Projekt "Safe Space"
Safe Space bedeutet mehr als ein "sicherer Raum" im engeren Sinne. Vielmehr ist damit eine Umgebung gemeint, in der sich Personen angstfrei entwickeln können und möglichen Konflikten bereits präventiv begegnen.
Dies in Tirols Schulen zu fördern hat sich das KSÖ Tirol zum Ziel gemacht. In Rahmen des Safer Internet Day am 5. Februar 2026 findet der Auftakt zu dieser Initiative statt. Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Schulstufe werden in Kooperation mit der Bildungsdirektion Tirol eingeladen, sich mit der Frage "Was macht meine Schule zum Safe Space?" auseinanderzusetzen. Ideen können in Form von Kurzvideos, Reels oder Konzepten eingereicht werden. Eine Siegerpräsentation ist für Juni 2026 geplant.

3. Für Jugendliche (12-19 Jahre): Präventionsprogramm "No CAP"
Das erfolgreiche KSÖ-Tirol-Projekt "Social-Media-Krake" (2025: 123 Veranstaltungen mit über 4.000 Jugendlichen) zur Prävention und gegen Radikalisierung im Internet wird 2026 fortgeführt und um das Projekt "No CAP" (Bedeutung jugendsprachlich für "keine Lüge") erweitert.
Mit "No CAP" wird Jugendlichen anhand von praktischen Veranschaulichungen der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz (GenAI) durch radikale, extremistische und terroristische Akteure vor Augen geführt. Es wird erörtert, wie diese Gruppierungen ihre Ideologien verbreiten und bewusste Desinformation mit dem Ziel der Rekrutierung und Radikalisierung betreiben. Das Programm wird für Schüler ausgerollt und zusätzlich künftig auch für die Lehrerausbildung herangezogen.

4. Für Tiroler Firmen: Prävention von Cyberkriminalität
In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Tirol veranstaltet das KSÖ Tirol 2026 eine Bezirkstour für Unternehmen. Bei Bezirksveranstaltungen informieren Polizei und IT-Experten über aktuelle Gefahren durch Cyber-Attacken und zeigen praxisnahe Schutzmaßnahmen für Betriebe auf.

5. Für SeniorInnen und Angehörige: "Vorsicht Falle!"
Um ältere Menschen und deren Familien vor Betrugsmaschen wie dem Neffentrick, Polizeitrick, Inkassoforderungen, Phishing, Deepfakes und anderen betrügerischen Gefahren zu schützen, werden 2026 in Kooperation mit der AK Tirol und dem Land Tirol Informationsveranstaltungen organisiert. Bei vier Großveranstaltungen sowie weiteren Terminen auf Bezirksebene klären Polizei, AK und Land Tirol über neue Methoden auf und geben wertvolle Tipps. Anlassbezogen werden Präventionsveranstaltungen auch auf Gemeindeebene oder für Seniorenvereinigungen durchgeführt.

Info-Box: Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ)
Das Kompetenzzentrum Sicheres Österreich (KSÖ) ist ein überparteilicher, unabhängiger Verein, der seit 1975 eine Brücke zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik darstellt. Sein Ziel ist es, die aktive Entwicklung von Sicherheitsthemen zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen, Exekutive, Politik, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft zu verbessern.
Das KSÖ Tirol, vereint als Teilorganisation des KSÖ Gebietskörperschaften, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Interessensvertretungen und Vereine. Im Präsidium sind neben Landespolizeidirektor Helmut Tomac (seit 2010) auch der Tiroler Versicherungs-Vorstandsvorsitzende Franz Mair (seit 2023) und seit Ende 2025 Moser Holding-CEO Silvia Lieb vertreten.


Artikel Nr: 456698
vom Freitag,  30.Jänner 2026,  12:50 Uhr.

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