Am 5. Februar 2026 fand eine Präventionsveranstaltung zur Sicherheit im digitalen Raum im Sicherheitszentrum Tirol in Innsbruck mit rund 40 Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol statt.
"Safer Internet" – Jugendliche zeigen Verantwortung in der digitalen Welt
Im Rahmen des österreichweiten Aktionsmonats "Safer Internet" veranstaltete die Landespolizeidirektion Tirol (Landeskriminalamt, Bereich Kriminalprävention) am 5. Februar 2026 eine Präventionsveranstaltung im Sicherheitszentrum Tirol in Innsbruck. Rund 40 Schülerinnen und Schüler aus ganz Tirol präsentierten dabei ihre intensive Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken der digitalen Welt.
Bereits im Dezember 2025 wurden Schulen durch die fünf regionalen Kriminaldienstassistenzstellen (KAD) Tirols zur Teilnahme eingeladen. In den darauffolgenden Wochen – von Mitte Dezember 2025 bis Ende Jänner 2026 – setzten sich die Jugendlichen im Unterricht intensiv mit zentralen Themen der digitalen Sicherheit auseinander. Dazu zählten unter anderem Fake News, Cybermobbing, Hass im Netz, Datenschutz, Grooming, digitale Manipulation sowie die psychische Gesundheit im digitalen Raum.
Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung wurden kreativ in 31 Plakaten umgesetzt. Eine Fachjury wählte 13 Plakate aus, die nun als Wanderausstellung in allen fünf KAD-Regionen Tirols der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Mag. Johannes Freiseisen, stellvertretender Landespolizeidirektor von Tirol, betont die gesellschaftliche Relevanz des Projekts:
"Gerade in der weltweiten Debatte um Plattformregulierung und Klarnamenpflicht wird deutlich: Digitale Kompetenz heißt Verantwortung übernehmen. Dieses Projekt zeigt, dass junge Menschen digitale Räume kreativ und reflektiert mitgestalten können."
Auch aus pädagogischer Sicht wird die Bedeutung von Medienkompetenz unterstrichen. Kerstin Kuba-Nimmrichter, Mittelschullehrerin, TiBS-DigiCoach und Saferinternet-Trainerin, hält fest:
"Jugendliche gehen nicht mehr online – sie sind online. Safer Internet ist der Schlüssel zu einer medienkompetenten Welt. Medienkompetenz bedeutet nicht Verbote, sondern Begleitung, Aufklärung und die Stärkung der Eigenverantwortung."
Insgesamt beteiligten sich neun Schulen aus ganz Tirol am Projekt. Die Bildungsdirektion Tirol, vertreten durch Mag. Dr. Claudio Landerer, Schulqualitätsmanager, unterstützt die von der Polizei durchgeführte Präventionsinitiative und begrüßt insbesondere die Wanderausstellung als Möglichkeit, das Thema digitale Sicherheit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem das KSÖ-Projekt #SafeSpaceSchule vorgestellt. Dabei sind Schülerinnen und Schüler eingeladen, gemeinsam mit ihrer Schule einen kreativen Social-Media-Beitrag (z. B. Kurzvideo, Clip oder Reel) zu gestalten, der ihre Perspektiven, Sorgen und Lösungsansätze für ein sicheres schulisches Umfeld sichtbar macht. Für die drei besten Beiträge werden jeweils 1.000 Euro vergeben. Weitere Informationen dazu werden unter anderem über die Lernplattform "Leon" veröffentlicht.
Artikel Nr: 457120
vom Donnerstag,
12.Februar 2026,
06:52 Uhr.
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