Die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik für das Jahr 2025 zeigt für Tirol eine insgesamt stabile Sicherheitslage. Die Gesamtzahl der angezeigten Delikte ist im Vergleich zum Vorjahr (2024: 41.975) leicht um 2,1 Prozent auf 42.860 Fälle gestiegen. Bei einem leichten Rückgang um 0,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 (60,1 %) konnte in Tirol jedoch erneut eine hohe Aufklärungsquote von 59,5 Prozent erreicht werden.
Damit wird weiterhin deutlich mehr als jedes zweite Delikt geklärt – ein Wert, der in Tirol seit über 10 Jahren konstant gehalten werden kann. Im österreichweiten Vergleich liegt Tirol 2025 damit an vierter Stelle im Bundesländerranking.
Am 31. März 2026 präsentierten Landespolizeidirektor HR Mag. Helmut Tomac, der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes Obstlt Philipp Rapold MA und der Innsbrucker Stadtpolizeikommandant Obst Romed Giner BA im Rahmen einer Pressekonferenz im Saal der Bundespolizei im Sicherheitszentrum Tirol das Ergebnis der "Kriminalpolizeilichen Anzeigenstatistik 2025". Ein besonders positives Ergebnis zeigt sich in der Landeshauptstadt: Innsbruck weist mit 62,2 Prozent die höchste Aufklärungsquote unter allen österreichischen Landeshauptstädten auf. Von den im Jahr 2025 registrierten 12.730 Straftaten konnten in Innsbruck 7.919 Delikte aufgeklärt werden.
"Die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik 2025 zeigt, dass Tirol weiterhin zu den sichersten Regionen Österreichs zählt. Trotz eines leichten Anstiegs der Anzeigenzahlen gelingt es unseren Polizistinnen und Polizisten seit vielen Jahren, mehr als jedes zweite Delikt zu klären. Diese konstant hohe Aufklärungsquote ist das Ergebnis professioneller Ermittlungsarbeit, moderner Analyseinstrumente und einer engen Zusammenarbeit aller Organisationseinheiten der Tiroler Polizei." sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac.
Entwicklung der Kriminalität in Tirol
Philipp Rapold gab einen Überblick über die Entwicklung und Deliktsgruppen im Jahr 2025. "Die langfristige Betrachtung zeigt, dass sich die Kriminalitätsentwicklung in Tirol auf einem relativ stabilen Niveau bewegt. Auch im Jahr 2025 konnten 30.444 Tatverdächtige ausgeforscht werden, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht."
Bei der Gewaltkriminalität wurde ein moderater Anstieg um 4,1 Prozent auf 7.585 Anzeigen festgestellt. Gleichzeitig liegt die Aufklärungsquote bei den Gewaltdelikten mit 86,3 Prozent weiterhin auf sehr hohem Niveau.
"Die Entwicklung im Bereich der Internetkriminalität zeigt ein differenziertes Bild. Während die Gesamtzahl der Delikte im Internetbereich zuletzt leicht rückläufig war, verzeichnen wir im Bereich Cybercrime im engeren Sinn einen deutlichen Anstieg. Diese Straftaten werden zunehmend professioneller begangen und nutzen technische Entwicklungen gezielt aus. Umso wichtiger ist neben der konsequenten Ermittlungsarbeit vor allem die Prävention. Dabei kommt nicht nur der Polizei eine zentrale Rolle zu – auch Angehörige, Freunde und das persönliche Umfeld können einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie insbesondere ältere oder weniger technikaffine Personen sensibilisieren und auf mögliche Betrugsformen aufmerksam machen." appellierte Rapold.
Entwicklung der Kriminalität in Innsbruck
Die Entwicklung der Kriminalität in Innsbruck entspricht grundsätzlich dem Trend im gesamten Bundesland: Während einzelne Delikte – etwa Körperverletzungen oder beharrliche Verfolgung – leicht zunahmen, gingen andere Bereiche wie Sachbeschädigungen oder bestimmte Einbruchsdiebstähle deutlich zurück.
"Die Sicherheitslage in Innsbruck ist weiterhin stabil. Obwohl die Gesamtzahl der Anzeigen leicht gestiegen ist, konnten wir unsere sehr hohe Aufklärungsquote von über 62 Prozent halten und liegen damit an der Spitze aller österreichischen Landeshauptstädte. Besonders wichtig ist uns neben der konsequenten Strafverfolgung auch die Bekämpfung der Jugendkriminalität durch gezielte Schwerpunktmaßnahmen und Präventionsarbeit. Durch laufende Analysen und strukturierte Ermittlungen konnten auch im Jahr 2025 zahlreiche Delikte im öffentlichen Raum erfolgreich geklärt werden." sagte Romed Giner abschließend.
Artikel Nr: 458940
vom Dienstag,
31.März 2026,
15:07 Uhr.
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