Immer wieder werden ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern. Betrüger rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizeibeamte, Anwälte aus oder schreiben eine Nachricht im Namen der vermeintlichen Kinder der Opfer. Welche Formen des Anrufbetrugs bestehen und wie Sie sich schützen können, erfahren Sie in diesem Artikel.
"Falscher Polizist"
Betrügerinnen und Betrüger geben sich am Telefon als Polizistinnen oder Polizisten aus und verlangen, dass Bargeld oder Wertsachen an die "Polizei" zu übergeben. Als Vorwand wird erzählt, dass eine nahe angehörige Person bei einem Unfall oder einer Straftat in Not geraden sei und dringend Geld benötigt oder dass Einbrüche in der Wohngegend bevorstehen und dadurch das vorhandene Vermögen der "Polizei" überlassen werden soll. Willigen die Opfer ein, steht die vermeintliche Polizistin oder Polizist in Zivilkleidung vor der Tür, um Geld und Schmuck abzuholen.
Wichtiger Hinweis!
Die Polizei ruft Sie NICHT an und
• fordert Geld von Ihnen!
• erkundigt sich über Ihr Vermögen!
• möchte Ihr Vermögen sicherstellen!
Die Polizei kommt NICHT zu Ihnen nach Hause, um Ihr Vermögen mitzunehmen!
"Falscher Anwalt"
Betrügerinnen und Betrüger geben sich als Anwältin oder Anwalt aus. Sie erzählen, dass die Tochter oder der Sohn des Opfers einen schweren Verkehrsunfall hatten. Dabei wurden Personen schwer verletzt und ihr Kind sei in Haft. Sie könnten jedoch eine Kaution bezahlen, die noch am gleichen Tag von einer Person abgeholt werden kann.
"Enkel-Neffentrick"
Bei dieser Betrugsmasche geben sich Täterinnen und Täter als Angehörige oder Bekannte des Opfers aus, um so an das Geld zu kommen. Sie beginnen mit den Worten "Hallo, wie geht es dir? Ich bin es. Kennst du mich nicht mehr?" Sobald die Opfer einen Namen sagen, schnappt die Falle zu.
Weitere Formen des Anrufbetrugs
• "Sie haben bei einem Gewinnspiel gewonnen!"
Die Täter behaupten, die Opfer hätten bei einem Gewinnspiel gewonnen und
ersuchen um die Bankdaten.
• "Ihr Computer wurde gehackt!"
Die Täter geben sich als Microsoft-Mitarbeiterinnen oder -Mitarbeiter aus und behaupten, dass der PC der Opfer mit einem Virus infiziert sei. Mit einer Fernwartungssoftware, wie Anydesk oder Teamviewer, erhalten die Täter Zutritt zu den Daten der Opfer und tätigen unerlaubte Überweisungen.
So schützen Sie sich vor Anrufbetrügern
• Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis!
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, erfinden Sie eine Ausrede und legen Sie auf!
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
• Fordern Sie von angeblichen Polizistinnen oder Polizisten einen Dienstausweis!
• Übergeben Sie niemals Geld, Gold oder Schmuck an Unbekannte!
• Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit den angeblich betroffenen Personen
oder kontaktieren Sie Vertrauenspersonen aus Ihrem persönlichen Umfeld!
• Wenn Sie sich doch dazu hinreißen lassen, extra Geld abzuheben: sprechen Sie den oder die Bankangestellte/n an und erklären Sie die Angelegenheit. Nehmen Sie die Bedenken und Warnungen der Bank ernst.
• Geben Sie niemals Ihre Bankdaten am Telefon bekannt!
• Rufen Sie die Polizei unter 133 und melden Sie den Vorfall.
Artikel Nr: 456853
vom Mittwoch,
04.Februar 2026,
11:30 Uhr.
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