Aktuelle Betrugsformen – Teil 4:

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© LPD Wien

Auch Firmen und Organisationen sind vor Betrugsfällen nicht gefeit. Betrügerinnen und Betrüger nützen falsche Daten von Angestellten, um an Geld zu kommen oder fälschen Rechnungen, um Waren zu erhalten. In diesem Artikel erfahren Sie die Unterschiede zwischen geänderten Zahlungsdaten von Angestellten, Man in the Middle und Anlage-Betrug mit Deepfake-Videos.

Geänderte Zahlungsdaten von Angestellten:

Diese Betrugsform betrifft ausschließlich Firmen und Organisationen. Deren Personalabteilungen erhalten E-Mails im Namen eines oder einer tatsächlichen Angestellten mit der Bitte um Änderung der Bankdaten für seine oder ihre Gehaltsüberweisung. Das E-Mail ist allerdings gefälscht, das Gehalt landet auf dem Konto von Betrügerinnen und Betrügern und der oder die tatsächliche Angestellte erhält seinen oder ihren Lohn nicht.

Man in the Middle:

Auch diese Betrugsform betrifft ausschließlich Firmen und Organisationen. Die Täterinnen und Täter stellen im Namen tatsächlicher Lieferantinnen und Lieferanten Rechnungen aus oder fangen die Firmenpost ab und verfälschen Zahlungsdaten auf echten Rechnungen. Der Betrug fällt in der Regel erst sehr spät auf.

Anlage-Betrug mit Deepfake-Videos:

Hierbei handelt es sich um eine noch sehr junge Betrugsform, die von den Täterinnen und Tätern einiges technisches Know-How verlangt. Diese nehmen dabei echte Videos von Prominenten aus dem Netz, schneiden diese zusammen und legen mittels künstlicher Intelligenz (KI) eine neue Tonspur über sie, sodass es aussieht als würden die prominenten Personen eine Anlageplattform bewerben. Wer sich dadurch zu einer Investition verleiten lässt, bekommt zunächst einen vermeintlichen Kontoberater oder eine Kontoberaterin ans Telefon, die ihn oder sie zu immer weiteren Investitionen ermutigen. Verlangt man dann allerdings eine Auszahlung seines vermeintlichen Gewinns, ist der Berater oder die Beraterin plötzlich nicht mehr erreichbar.

Wenn Sie Opfer von Betrügern oder Betrügerinnen wurden, suchen Sie die nächste Polizeiinspektion auf oder rufen Sie den Notruf 133.


Artikel Nr: 421759
vom Mittwoch,  28.Februar 2024,  08:00 Uhr.

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