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Bist du das?

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In den letzten Tagen war viel von Fake Accounts in den Sozialen Netzwerken die Rede. Einzelpersonen oder Gruppen geben sich als berühmte Person oder Unternehmen aus und verbreiten „zum Spaß“ oder mit bösen Absichten Falschmeldungen. Dabei ist Identitätsdiebstahl im digitalen Raum vielfältig. Und nicht immer geht alles harmlos aus.

Gerade jüngere Internet-Nutzer und -Nutzerinnen sind es gewohnt, viele ihrer persönlichen Daten online preiszugeben. Praktisch kein Soziales Netzwerk, kein Messengerdienst, kein Online-Shop und keine digitale Jobvermittlung kommt noch ohne zumindest die Angabe einer e-mail-Adresse aus. Nicht immer sind die Daten anschließend durch die Plattform oder den User oder die Userin ausreichend gesichert. Dies freut in erster Linie Cyberkriminelle, welche fremde Daten gerne für verschiedene kriminelle Aktivitäten wie beispielsweise Geldwäsche, Erpressung, Love Scamming oder Bestellbetrug nutzen. Aber auch e-mails mit Links mit Spionage-Software, willkürlich aus dem Internet kopierte Bilder, Fake Shops oder digitale Abo-Fallen werden gerne verwendet um den Opfern nicht nur ihr Geld sondern auch ihre persönlichen Daten aus der Tasche zu ziehen. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie sich vor Identitätsdiebstahl schützen können und was im Fall des Falles getan werden sollte:

• Nehmen Sie in den Sozialen Netzwerken keine Freundschaftsanfragen von Ihnen fremden Personen an.

• Klicken Sie nicht auf Links in e-mails, deren Verfasser oder Verfasserin Ihnen nicht bekannt ist.

• Verwenden Sie keine allzu einfachen Passwörter wie "12345" oder "XYZ." Auch das eigene Geburtsdatum oder das der Kinder, der Wohnort oder der Name des Haustieres sind keine sicheren Zugangsdaten.

• Notieren Sie Ihre Passwörter nicht auf analogen Zetteln. Sollten Sie verständlicherweise Angst haben, Ihre Passwörter zu vergessen, installieren Sie am besten einen Passwortmanager auf Ihrem Handy oder Tablet.

• Nehmen Sie die auf vielen digitalen Endgeräten und Apps zur Verfügung gestellte Zwei Faktor-Authentifizierung in Anspruch. Dies bedeutet, dass zusätzlich zu einem Passwort noch eine weitere Sicherheitskomponente hinzugefügt werden muss. Häufig sind dies ein Pin Code, die Handysignatur, ein Fingerabdruck oder die mittlerweile ebenfalls häufig verwendete Gesichtserkennung.

• Achten Sie insbesondere bei der Eingabe von Zahlungsdaten auf das https://-Zeichen der Homepage. Dies bedeutet, dass die Webseite verschlüsselt ist und die Daten damit sicher sind.

• Falls Sie eine Passkopie verschicken müssen, gibt es mittlerweile Möglichkeiten, diese mit einem digitalen Wasserzeichen zu versehen.

• Ein unvollständiges Impressum ist zwar ein Hinweis auf einen Fake Shop, allerdings kann auch dieses mittlerweile gut gefälscht oder kopiert sein. Aussagekräftig sind vor allem Bewertungen anderer Nutzerinnen und Nutzer, bzw. das Fehlen dieser wenn der Fake Shop erst vor Kurzem eröffnet wurde oder das Vorhandensein von Gütesiegeln wie dem Österreichischen E-Commerce-Gütezeichen. Auch Watchlist Internet stellt Listen bekannter Fake Shops oder sonstiger betrügerischer Plattformen zur Verfügung.

Wenn es passiert ist:

• Sie erhalten Bestellungen, die Sie nicht getätigt haben, auf Ihrem Konto fehlt plötzlich Geld, Sie erhalten merkwürdige Post, finden Ihnen fremde Personen auf Ihrer Freundesliste in einem Sozialen Netzwerk oder Ihre Freunde wundern sich über seltsame Messenger-Nachrichten von Ihrem Account? Nehmen Sie diese Signale ernst, denn Sie könnten bedeuten, dass Sie gehackt worden sind oder Fremde auf anderem Wege an Ihre persönlichen Daten gekommen sind!

• Melden Sie den Vorfall an den Betreiber der Plattform.

• Geben Sie zur Sicherheit auch Ihren Kontakten bekannt, dass Ihre Identität missbräuchlich verwendet wurde.

• Falls illegal Geld von Ihrem Konto abgehoben wurde, setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung.

• Ändern Sie so schnell wie möglich Ihre Passwörter. Achten Sie dabei auf die richtige Reihenfolge, denn häufig werden e-mail-Konten oder auch Social Media Accounts zur Identifizierung auf anderen Apps oder Webseiten benutzt.

• Zögern Sie nicht, eine Anzeige auf der nächsten Polizeidienststelle zu erstatten. Eine zusätzliche Meldemöglichkeit ist die Cybercrime-Meldestelle des Bundeskriminalamtes.

Weitere Informationen unter:

Artikel Nr: 387766
vom Mittwoch,  23.November 2022,  08:00 Uhr.

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