WIEN

  • LPD
  • Berichte aus der LPD Wien

K(l)eine Internet-Stars

Foto

© Pixabay
© LPD

Zugegebenermaßen: Es ist schon etwas Besonderes, wenn das eigene Kind die ersten Schritte macht und dabei vielleicht sogar noch „Papa“ oder „Mama“ sagt. Da ist ein Foto in Zeiten des Smartphones schnell gemacht und natürlich möchte man den Fortschritt des oder der Kleinen am liebsten sofort mit der ganzen Welt teilen. Und was wäre da einfacher als das Foto auf den sozialen Medien oder einem Messangerdienst hochzuladen?

Doch Halt! Nicht alles was technisch möglich ist, ist auch klug zu tun, bzw. rechtlich erlaubt.

Es braucht auch in schnelllebigen Zeiten oft nur eine Minute zum Nachdenken und Durchatmen: Würde ich ein ähnliches Foto von mir oder meinem Partner im Internet sehen wollen? Muss wirklich die gesamte Belegschaft in der Arbeit wissen, welchen Kindergarten oder welche Schule mein Kind besucht? Habe ich wirklich einen Überblick darüber, wer aller die Fotos meiner Kinder sehen und kommentieren kann?

Auch wenn man gerade die letzte Frage in den allermeisten Fällen mit "Nein" beantworten wird, (Screenshots sind auch ohne Erlaubnis des Fotografen oder der Fotografin schnell erstellt und weiterverbreitet!) heißt das natürlich nicht, dass man gar keine Fotos von Kindern auf die sozialen Medien oder Messangerdienste stellen sollte. Ein kompletter Ausschluss von Kindern aus der digitalen Welt ist im 21. Jahrhundert nicht realistisch und auch nicht erstrebenswert! Des Weiteren kann man seine Kinder unmöglich zur Gänze vor sämtlichen Gefahren der digitalen Welt abschirmen. Man kann allerdings mit ein paar einfachen Verhaltensregeln Risiken minimieren und gleichzeitig seinen Kindern verantwortungsbewussten Umgang mit dem Medium Internet vorleben und näherbringen:

• Bedenken Sie, dass auch Kinder ein Recht am eigenen Bild haben, welches sie nur noch nicht durchsetzen können. Ist ein Foto aber sicherheitstechnisch und/oder sozial bedenklich (etwa weil personenbezogene Daten des Kindes sichtbar sind), haben auch erwachsene Kinder vor Gericht noch eine Handhabe gegen ihre eigenen Eltern.

• Das Internet vergisst auch in Bezug auf Kinder nichts! Ein Foto vom mit Brei angepatzten Sohn kann also zuerst tatsächlich niedlich sein, doch Jahre später könnte dieses Foto unter den Schulkameradinnen und -kameraden zu Mobbing führen.

• Sollten Sie Fotos ihrer Kinder beispielsweise im Familienchat teilen, legen Sie vorher die klare Regel fest, dass diese Fotos ausschließlich für den Gruppenchat bestimmt sind und ein Weiterverbreiten mit dem Sender abgestimmt werden muss!

• Fotos in der Badewanne, dem Handtuch oder in der Unterwäsche, würden auch die meisten Erwachsenen nur ungern von sich im Internet sehen, bzw. bedenklich finden. Gerade Kinder (und häufig auch noch Jugendliche!) können die Folgen der Verbreitung solcher Fotos noch nicht einschätzen und bedürfen aus diesem Grund des Schutzes durch verantwortungsvolle Erwachsene! Stellen Sie keine derartigen Fotos auf die sozialen Netzwerke!

Weitere Informationen unter:

Artikel Nr: 395938
vom Mittwoch,  25.Jänner 2023,  08:00 Uhr.

Reaktionen bitte an die LPD Wien

BM.I – HEUTE


Holocaustgedenktag

Innenminister Gerhard Karner gedachte der Opfer des Holocausts.

© Jürgen Makowecz

Innenminister Gerhard Karner gedachte am 27. Jänner 2023 der Opfer des Holocausts. In der Nacht wurden Lichter in den Fenstern des Innenministeriums zur Erinnerung an die Opfer der Shoah aufgestellt.

VERANSTALTUNGEN


INTERNATIONALES & EU


Schlepperei-Bekämpfung an Grenze

Symbolfoto. Kontrolle an der österreichischen Grenze.

© BMI/Pachauer

Die vorübergehend verhängten Grenzkontrollen zur Slowakei werden zur Bekämpfung der Schlepperei bis 5. Februar 2023 verlängert.


Logo Facebook  Logo Instagram  Logo Twitter  Logo YouTube

Grafik PolizeiApp