Sicherheit ist im digitalen Zeitalter keine Option mehr, sondern eine Überlebensstrategie. Als Experten sehen wir täglich, wie Konten innerhalb von Sekunden fallen – nicht durch geniale Hacker-Angriffe, sondern durch die menschliche Bequemlichkeit.
Ein „sicheres“ Passwort ist heute weit mehr als eine Kombination aus dem Namen des Haustiers und dem Geburtsjahr. Es ist die einzige Brandmauer zwischen der digitalen Identität und dem totalen Kontrollverlust.
Die Anatomie der Sicherheit
Früher galt die Komplexität als Goldstandard: Sonderzeichen, Zahlen, Großbuchstaben. Doch moderne Brute-Force-Angriffe hebeln diese aus. Was wirklich zählt, ist die Entropie – die Unvorhersehbarkeit. Ein Passwort wie "Sonne!2024" ist für einen Algorithmus in Millisekunden berechenbar. Eine zufällige Aneinanderreihung von vier oder fünf nicht zusammenhängenden Wörtern wie KaktusWaffelBetonFlug hingegen erzeugt eine astronomische Anzahl an Möglichkeiten.
Länge schlägt Komplexität
Je länger die Zeichenkette, desto exponentieller steigt der Aufwand für Angreifer. Wir raten dazu, Passwörter wie kleine Geheimnisse zu behandeln: Sie müssen einzigartig sein. Wer dasselbe Passwort für E-Mail und Social Media nutzt, baut ein Kartenhaus, das beim ersten Datenleck in sich zusammenbricht.
Werkzeuge für die digitale Festung
Niemand kann sich 50 verschiedene, 20-stellige Passphrasen merken. Hier kommen Passwort-Manager ins Spiel. Sie sind der Tresor, den moderner Sicherheit braucht. Ein einziges, absolut sicheres Master-Passwort schützt die restlichen Passwörter. Den Rest erledigt die Verschlüsselung.
Ergänzt wird dies durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie ist der zweite Türsteher: Selbst, wenn ein Dieb diesen Schlüssel stiehlt, kommt er ohne den physischen Token oder den App-Code nicht an die digitalen Inhalte. Wahre Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess aus klugen Werkzeugen und digitaler Disziplin.
Artikel Nr: 457693
vom Donnerstag,
26.Februar 2026,
11:00 Uhr.
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